SV Sodingen verliert gegen Schlusslicht Hedefspor

Wenig Durchschlagskraft. Der SV Sodingen, links Vasileios Galanis, musste sich Schlusslicht Hedefspor mit 0:2 geschlagen geben.
Wenig Durchschlagskraft. Der SV Sodingen, links Vasileios Galanis, musste sich Schlusslicht Hedefspor mit 0:2 geschlagen geben.
Foto: Rainer Raffalski
In der Fußball-Landesliga 3 verliert Firtinaspor Wanne in Resse. Der SV Sodingen unterliegt als Spitzenreiter gegen den Letzten.

SV Sodingen - Hedefspor Hattingen 0:2. Es ist passiert. Als Spitzenreiter aufgelaufen, hat der SV Sodingen sich auf eigenem Platz vom Schlusslicht abfertigen lassen – und das völlig verdient, wie auch Frank Wagener einräumte.

„Wir haben es einfach nicht geschafft, in den Spielfluss zu kommen. Zu viele meiner Spieler standen heute neben sich“, blickte der Sodinger Coach auf die 90 Minuten zurück.

Gern hätte Wagener auf diese Defizite mit Auswechselungen reagiert. Konnte er aber nicht, weil er aufgrund der langen Verletztenliste kaum Alternativen hatte und Jörg Kostrzewa zur Pause rausnehmen musste, weil er gelbrot-gefährdet war. So mussten sich einige Sodinger über 90 Minuten quälen, deren Freund der Ball gestern nicht war.

Doch es war nicht allein eigene Schwäche, die zu diesem überraschenden Ergebnis führte. Wie von den Sodinger Verantwortlichen bereits im Vorfeld betont, hatte Hedefspor durchaus beachtliche Qualitäten.

Angriffe des SV Sodingen bleiben meist im Ansatz stecken

Diszipliniert spielte der Gast aus einer guten Ordnung, hatte einige technisch gute Fußballer auf dem Platz und mit dem früheren SCW-Angreifer Ahmet Inal einen Führungsspieler. Das reichte, um drei Punkte abzugreifen.

Nachdem Inal mit einem Volley den Pfosten hatte erzittern lassen, war es Akyürek, der eine Flanke ungehindert über die Linie drücken konnte (15.). Auch danach hatte der Gast die bessere Spielanlage und die klareren Chancen und legte in der 76. Minute durch Aydin das 0:2 nach.

Die Sodinger Angriffe blieben meist im Ansatz stecken, und bis auf einen Mauroff-Kopfball sowie Hornbergers Chance kurz vor Schluss blieb der Gastgeber harmlos.

Tore: 0:1 (15.) Akyürek, 0:2 (76.) Aydin.

SVS: Heuser - Köker, Kaulitzky, Bakenecker, Brehm - Ajeti, Patalla, Kilian, Hornberger - Galanis (46. Mauroff), Kostrzewa (46. Battaglia).

Viktoria Resse - Firtinaspor Wanne 1:0 (0:0). Beide Mannschaften taten sich schwer auf einem tiefen, schweren Boden, berichtet Firtinaspor-Sprecher Steffen Baum. Allerdings hatten die Gastgeber in einer Szene den richtigen Riecher, und das war entscheidend. Sven Jubt war nach 76 Minuten zur Stelle und markierte mit seinem schon 16. Saisontreffer das Siegtor für die Gelsenkirchener.

Es sei eher ein typisches 0:0-Spiel gewesen, so Baum. Denn auf beiden Seiten blieben die ganz großen Torraumszenen weitgehend aus. In der ersten Hälfte war es Erdal Bastürk, der die Chance zur Führung für Firtinaspor hatte. Aber frei durch verpasste er den Treffer für das Gästeteam.

Rote Karte gegen Firtinaspors Erdal Bastürk in der 41. Minute

Bastürk sollte seiner Mannschaft dann schon ab der 41. Minute fehlen, als er die Rote Karte sah.

Nach einem Foul an einem Wanner wollte Bastürk den Freistoß ausführen, als ein Resser den Ball wegschlug. Bastürk, so Steffen Baum, schubste seinen Gegenspieler, der „sehr theatralisch gefallen“ sei. In dieser Szene gab es Gelb für den Resser, Rot für Bastürk.

In Unterzahl hatten die Wanner dann zu Beginn der zweiten Halbzeit eine Zeitlang die Oberhand, aber weiter ohne die zwingenden Chancen. Die Partie wurde ausgeglichener, nachdem ein Viktoria-Spieler Gelb-Rot gesehen hatte, in der 65. Minute. Elf Minuten später gelang Resse das Siegtor durch Jubt, nachdem die Firtinaspor-Abwehr den Ball nicht wegbekam.

Die Wanner waren nicht komplett angetreten, unter anderem fehlte der noch gesperrte Anil Yilmaz. In der Tabelle ist Aufsteiger Firtinaspor nun Siebter.

Tor: 1:0 (76.) Jubt.

Firtinaspor: Kacar; Medkouri, Ören, Yildiz (85. Nowack), Yetimoglu, Bastürk, Özbek, Öztürk (85. Ersoy), Abdessamie, Kavsur, Oeztürk.

 
 

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