Stürmische Zeiten

Den Blick auf die Tabelle kann Klaus Täuber seinen Jungs nicht verbieten. Eines wird der Westfalia-Coach ihnen aber einbläuen: Wenn sie am Sonntag um 15 Uhr in die Belkaw-Arena des SV Bergisch Gladbach 09 einlaufen, steht ihnen alles andere als ein Spaziergang bevor.

Gerade weil der Gastgeber auf dem vorletzten Platz klebt, erwartet Täuber einen stürmischen, aggressiven Gegner. „Die haben null Punkte, der Druck wird immer größer, ge­rade zuhause werden die loslegen wie die Feuerwehr“, warnt der SCW-Coach. „Da müssen wir 90 Minuten kämpfen bis zum Umfallen, um unseren Nimbus zu verteidigen und ungeschlagen zu bleiben.“ Ge­lingt das, steht dem SCW am nächsten Sonntag in Herne ein erstes Spitzenspiel ge­gen den ETB SW Essen ins Haus.

Vor allem in der ersten Halbzeit, da ist Täuber sicher, wird der SV 09 enormen Druck aufbauen. „Das war in den letzten beiden Jahren genauso. In den ersten 45 Minuten haben die richtig Gas gegeben und uns fast an die Wand gespielt, nach der Pause ging es in die andere Richtung“, erinnert sich Täuber, der weder mit Hüls noch mit Herne etwas aus der Belkaw-Arena mitgenommen hat. „In der letzten Saison haben wir nach dem Ausgleich zum 2:2 auf den Sieg gedrängt, uns dann aber in letzter Se­kunde einen Konter eingefangen.“

Auch wenn er seine Marschroute nicht so extrem auf den Gegner ausrichte, erwägt der SCW-Coach, eine zusätzliche Sicherung einzubauen. Zumal sein Kollege Lars Leese mit Hayro Maslar einen exzellenten und torgefährlichen „Zehner“ zur Verfügung hat. „In dem Fall bietet sich eine direkte Zuordnung an“, meint Täuber. Da Faysel Khmi­ri seine Sperre abgesessen hat, könnten er oder Goran Mikic diese Aufgabe übernehmen. „Aber das ist eine Bauchentscheidung, die ich erst kurz vor Anstoß treffe“, so Täuber. Bis auf Julian Alasan hat er seinen kompletten Kader zur Verfügung. Auch Frederick Donkor ist diesmal eine Option.

 
 

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