Sparda Bank Team gibt ein starkes Debüt

Auf der Radstrecke fuhr das Herner Quintett bei seinem Bundesliga-Debüt die drittschnellste Zeit.
Auf der Radstrecke fuhr das Herner Quintett bei seinem Bundesliga-Debüt die drittschnellste Zeit.
Foto: HTT 11
Herner Quintett verpasst um sieben Sekunden einen Platz unter den Top 10, lässt aber sechs etablierte Zweitligisten hinter sich.

Das Ziel knapp verpasst, trotzdem glücklich und zufrieden: Das Sparda Bank Team Herne gab beim Dalkeman in Gütersloh ein starkes Debüt in der 2. Triathlon-Bundesliga.

Bert van Veen, Kolja Milobinski, Maik Bernhardt, Stephan Berg und Frank Heestermans bildeten die Mannschaft für den Teamsprint mit 750 m Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen. Bei schönstem Wetter ging es im Gütersloher Nordbad ab 11.15 Uhr zur Sache. Mit jeweils einer Minute Abstand starteten 18 Zweitliga-Teams ihren Wettkampf auf der 50m-Schwimmbahn. In diesem Format war es absolut unmöglich, den Überblick über aktuelle Platzierungen und Zwischenzeiten der Konkurrenz zu behalten. „Die einzige Taktik konnte nur heißen: Vollgas, vom ersten bis zum letzten Meter“, sagte HTT11-Vorsitzender Fuad Rugovac.

Drittbeste Zeit beim Radfahren

Nach einer soliden Schwimmleistung, bei der Frank Heestermans das Herner Quintett 750 Meter lang anführte, ging es in die gewohnt stärkste Disziplin, das Radfahren. Dass die Herner Radfahren können, haben sie bereits im letzten Jahr in der NRW-Liga bewiesen. In diesem Jahr legten sie noch eine Schüppe drauf, bewältigen die 20 Kilometer mit der drittschnellsten Radzeit in 27:15 Minuten und mussten nur den etablierten Topteams von Hannover 96 und dem Kölner Triathlon Team den Vortritt lassen. Die Verständigung auf dem Rad klappte mit den neuen niederländischen Partnern ausgesprochen gut. Auch der Support der mitgereisten Fans an der Strecke war in zwei Sprachen zu hören. Davon beflügelt wechselten die fünf Herner geschlossen vom Rad in die Laufschuhe. Die abschließenden fünf Laufkilometer sollten die Entscheidung über eine gute Platzierung bringen.

Während das Lauftempo für Heestermans und van Veen eher einem Trainingslauf glich, mussten die drei übrigen Herner richtig beißen. Und das taten sie auch. Stephan Berg, der etwas den Anschluss ans Team verlor, kämpfte sich weiter über Strecke. Aussteigen war für ihn keine Option. Die anderen vier Athleten mussten von nun an zusammen bleiben, um den Wettkampf in der Wertung zu beenden.

Die harte Arbeit auf dem Rad und die Mittagshitze forderten ihren Tribut. Die Beine wurden schwerer, die verbleibende Laufstrecke immer länger. Ohne zu wissen, wie sie im Rennen lagen, kämpften sich die Herner nach 19:22 Minuten über die Ziellinie. Die Feuertaufe in der 2. Bundesliga war nach insgesamt 58:45 min bestanden.

Die offiziellen Ergebnisse ließen nicht lange auf sich warten. Den insgeheim erhofften Platz in den Top10 verpasste das Sparda Bank Team zwar um sieben Sekunden, dennoch waren alle Beteiligten glücklich über den 12. Platz.

„Als Aufsteiger haben wir sicherlich einen ganz passablen Eindruck hinterlassen. Wir sind zufrieden über den Einstand in der Bundesliga und gespannt, wie die Einzelleistungen in den nächsten Rennen einzurodnen sind“, so Fuad Rugovac..