Sodingen kommt Platz zwei näher

Tobias Mauriff zeigte eine gute Leistung und wurde eine Viertelstunde vor Schluss mit Applaus ausgewechselt.
Tobias Mauriff zeigte eine gute Leistung und wurde eine Viertelstunde vor Schluss mit Applaus ausgewechselt.
Foto: Ralph Bodemer
Hauptsache gewonne. Trotz großer Verletzungsprobleme gewinnt Sodingen 2:0 gegen den SV Hilbeck und zieht mit dem Zweiten Hedefspor gleich.

SV Sodingen -
SV Hilbeck 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Elbers (67.), 2:0 Sickel (86.).
SVS: Menke - Brautlacht, Kaulitzky, Breitag, Köker - Patalla, von der Heusen - Mauroff (73. Sickel), Liebel (55. Battaglia/80. Besli) - Elbers, Hyna.

„Wir haben die Punkte, der Rest ist egal!“ Als Sodingens Trainer Franko Pepe seine Mannschaft nach dem Schlusspfiff im Mittelkreis zusammenrief, war die Botschaft klar: Hauptsache gewonnen.

Alles andere wäre von den von Verletzungssorgen geplagten Sodingern derzeit auch zu viel verlangt. Vor allem, weil sich die Situation nicht bessert: Pepe, der sich für den Notfall selbst als Einwechselspieler bereithielt, schickte schon nach zwanzig Minuten Fabio Battaglia zum Aufwärmen, Patrick Liebel war angeschlagen. Liebel hielt zwar bis kurz nach der Pause durch, bis er von Battaglia ersetzt wurde. Doch auch der erlebte den Schlusspfiff nicht auf dem Feld: Er wurde in der Schlussphase von seinen Mitspielern vom Feld getragen, war im Zweikampf umgeknickt.

Trainer Pepe war erleichtert, dass wenigstens Liebel nicht schlimmer verletzt war, für Battaglia sei die Saison aber womöglich schon beendet: „Er wird wohl länger fehlen, das sieht nicht gut aus.“

Immerhin Pascal Sickel ist wieder dabei. Pepe wollte den lange Verletzten eigentlich nicht bringen, gewährte ihm dann aber doch ein Zwanzig-Minuten-Comeback. Sickel bedankte sich auf seine Art und Weise, schloss fünf Minuten vor Schluss einen Konter zum 2:0 ab – die Entscheidung im Spiel gegen den SV Hilbeck.

Vor der Pause war das Spiel zäh, Sodingen war zwar feldüberlegen und traf auch früh ins Tor, Mauroff wurde nach sieben Minuten aber wegen Abseits zurückgepfiffen. „Wir haben es in der ersten Halbzeit nicht geschafft, Torchancen herauszuspielen“, analysierte Franko Pepe später, von den Gästen aus Hilbeck ging allerdings auch keinerlei Gefahr aus.

Nach einer guten Stunde wurde Sodingen stärker, Peter Elbers und zweimal Devin Hyna vergaben die Führungschance, bevor Elbers mit einer feinen Einzelleistung das erlösende 1:0 besorgte: Mit dem Rücken zum Tor nahm er den Ball mit der Brust an, setzte sich gegen zwei Gegenspieler durch und vollendete aus 15 Metern mit rechts.

Hilbeck bemühte sich zwar, die gefährlichste Szene produzierte aber Sodingens Adem Besli, der mit einer Slapstick-Einlage das eigene Tor nur knapp verfehlte. Weil die Gäste sonst aber nichts zustande brachten und Joker Sickel im Gegenzug das 2:0 erzielte, fing sich Besli nur einen halb ernst gemeinten Rüffel ein: „Wir haben dich nicht eingewechselt, damit du ihn hinten selber reinschießt“, scherzte Co-Trainer Serkan Besli.

Beste Stimmung beim SVS, für den Elbers und Hyna weitere Konterchancen vergaben – noch besser wurde sie vermutlich, als das Ergebnis aus Hattingen gemeldet wurde: Da Konkurrent Hedefspor sich in Obersprockhövel ein 1:1 leistete, steht Sodingen nur noch aufgrund der knapp schlechteren Tordifferenz auf Rang drei.

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