Sensation bleibt ein Traum

Klaus Schulze
Foto: WAZ FotoPool

SC Westfalia Herne -
FC Schalke 04 0:3

Tore: 0:1 (13.), 0:2 (20.), 0:3 (65.).

SCW: Seelemeyer; Özbicerler, Civ, Denizci, Antwi-Adjej, Hufnagel (85. Bayram), Bektas (73. Außem), Arlat, Pienak (46. Terzicik), Güler, Forin.

Die Sensation blieb aus, doch der Pokalsieg des Deutschen A-Jugendmeisters an der Forellstraße fiel knapper aus, als viele der fast 300 Zuschauer erwartet hatten. Der Westfalenligist verkaufte sich im Rahmen seiner Möglichkeiten so teuer wie möglich und erntete nach dem Achtelfinalduell auch von der Schalker Betreuerriege viele anerkennende Worte.

Ob der SCW wirklich am Stuhl des Bundesliga-Spitzenreiters hätte sägen können, wenn die erste gefährliche Szene zum Tor geführt hätte, muss Spekulation bleiben. Das 1:0 hatten nämlich die Gastgeber auf dem Fuß, doch Tim Pienak brachte das Leder nicht am Schalker Keeper vorbei. Stattdessen fiel im Gegenzug durch Tim Büdenbender der Führungstreffer des Favoriten, dem Bosniens U19-Nationalspieler Adis Omerbasic kurz darauf auch schon das 0:2 folgen ließ.

Gästetrainer Norbert Elgert hatte im Vorfeld die Ernsthaftigkeit der Partie betont und seine Stammkräfte nicht geschont. Außer Sebastian Starke Hedlund, der mit Schwedens U19 auf Länderspielreise weilte, fehlte von den Schalker Leistungsträgern nur noch Max Meyer, der sich gestern mit den Profis der Königsblauen auf das Bundesligaspiel gegen Hoffenheim vorbereitete.

Beim SCW quälte sich der bereits angeschlagen ins Spiel gegangene Torjäger Tim Pienak noch bis zur Pause, ehe er durch Yüksel Terzicik ersetzt wurde. Der hatte auch die beste Herner Chance der zweiten Hälfte, scheiterte jedoch an Schalkes Torwart Bernd Schipmann. Überhaupt lieferte der Außenseiter dem großen Nachbarn jetzt einen offenen Schlagabtausch und hatte durchaus zwei Tore verdient.

Meinte jedenfalls SCW-Trainer Pietro Perrone, der nach einem Foul an Onur Özbicerler vergeblich einen Elfmeter forderte. Wenig später sorgte U19-Nationalspieler Tammo Harder für den 0:3-Endstand, mit dem letztlich alle Beteiligten leben konnten. Auch Pietro Perrone, der sein Team nach einem beherzten Auftritt mit einem großen Kompliment in den Abend entließ.