SCW verpasst Aufstieg knapp

Klaus Schulze
Meister der Landesliga und Aufsteiger in die Westfalenliga. Die B-Junioren des SC Westfalia Herne.
Meister der Landesliga und Aufsteiger in die Westfalenliga. Die B-Junioren des SC Westfalia Herne.
Foto: WAZ FotoPool

Rot Weiss Ahlen -
SC Westfalia Herne 0:4

A-Jgd.-Westfalenliga

Tore: 0:1, 0:3, 0:4 (22., 65., 74.) Terzicik, 0:2 (38.) Arlat.

SCW: da Costa; Denizci, Civ, Güler, Forin, Arlat, Antwi-Adjej, Bektas, Terzicik, Özbicerler, Außem (68. Buchholz).

Der Patzer von Eintracht Dortmund beim 1:1 gegen den SC Verl nutzte dem SCW nichts mehr. Nach torloser erster Halbzeit setzte sich der VfL Theesen beim Absteiger Siegen noch mit 6:1 durch und verwies die punktgleichen Strünkeder in der Abschlusstabelle mit der um fünf Treffer besseren Tordifferenz auf den zweiten Platz. „Theesen hat es verdient, weil sie lange geführt haben, aber wir hätten es genauso verdient gehabt. Schade, dass wir in der Endphase der Saison personell nicht mehr komplett waren“, zollte Pietro Perrone dem Meister aus Bielefeld seine Anerkennung.

Dass das eigene Team den ersten Aufstieg einer Herner Nachwuchsmannschaft in die Bundesliga nur um Haaresbreite verpasste, nahm der SCW-Trainer gefasst und mit Stolz auf. „Das war ein Superteam mit Charakter und Ausstrahlung. Wahrscheinlich eine der besten A-Jugendmannschaften, die die Westfalia jemals hatte. Auch im Umfeld hat alles gepasst“, dankte Perrone nach seinem letzten Spiel als Nachwuchstrainer unter anderem auch seinen Assistenten und Betreuern.

Weniger gefasst nahmen es einige Spieler auf, denen nach dem Abpfiff die Tränen in den Augen standen. „Weil diese tolle Truppe jetzt auseinandergeht und nicht bloß, weil der Aufstieg verpasst wurde“, begründete Pietro Perrone die Emotionen seiner Schützlinge.

Die legten beim Tabellenfünften noch einmal einen Galaauftritt hin und versuchten beherzt, ihre letzte Chance beim Schopf zu packen. Der Gegner wehrte sich zwar, doch gegen die spielerisch klar besseren Gäste hatten die Platzherren nicht den Hauch einer Chance.

SC Westfalia Herne II -
SC Weitmar 45 4:2

A-Jgd.-Bezirksliga

Tore: 1:0 (30.) Lang, 2:0, 3:0 (35., 42.) Pirsig, 3:1 (45.), 4:1 (60.) Battaglia, 4:2 (66.).

SCW: Ratsch; Lang, Ordon, Battaglia (63. Freier), Sänger, Kluth, Pirsig (52. Ergüzel), Lier (75. Junusov), Betz, Koymali (80. Gillner), Urlings.

Auch die A2 der Strünkeder beendete die Saison als Vizemeister. „Das war hier von beiden Mannschaften eine lockere Geschichte“, meinte SCW-Coach Michele Di Bari nach unaufgeregten 90 Minuten. Kapitän Orkay Koymali gab nach drei A-Jugendjahren mit drei Vorlagen einen Ausstand nach Maß.

DSC Wanne-Eickel -
SV Horst-Emscher 08 2:7

A-Jgd.-Bezirksliga

Tore: 0:1 (5.), 0:2 (25.), 0:3 (41.), 0:4 (42.), 1:4 (61.) Nolte, 1:5 (65.), 2:5 (77.) Yaylacik, 2:6 (85.), 2:7 (89.).

DSC: Cleves (60. Bachert); Zengin, Öz, Nolte, Öztoprak, Altun (75. Scholtysik), Güler (59. Coskun), Freitas-Lindstädt (56. Binici), Herrmann, Yildirim, Yaylacik.

„Eigentlich hatten wir uns zum Abschluss etwas mehr vorgenommen. Das trübt etwas die gute Rückrunde, aber nach zwei Gegentoren war die Spannung raus“, meinte DSC-Trainer Thomas Presshoff, der sein im Winter angetretenes Amt wieder aufgeben wird.

SC Westfalia Herne -
Hombrucher SV 4:2

B-Jgd.-Landesliga

Tore: 0:1 (1.), 1:1, 3:2 (4., 64.) Kaya, 1:2 (33.), 2:2, 4:2 (51., 66.) Özkan.

SCW: Rolle; Gehrmann (41. Yayli), Kaya, Wohlfarth, Schneider (43. Kather), Benkovic, Schmitter, Borkenhagen (39. Harizanis), Haake (41. Özkan), Öz, Akbaba.

Nachdem der Aufstieg bereits vor dem Duell mit dem Verfolger feststand, hatten die SCW-Spieler ihre Aufstellung ausgelost. Als Ergebnis standen drei Torhüter als Feldspieler in der Startelf, während Innenverteidiger Marc Rolle die Nummer Eins bekam. Nach Halbzeitrückstand und einigen Positionswechseln gewann der Meister am Ende dennoch.

SV Horst-Emscher 08 -
DSC Wanne-Eickel 7:1

B-Jgd.-Bezirksliga

Tore: 1:0 (8.), 2:0 (15.), 3:0 (20.), 4:0 (25.), 5:0 (71.), 6:0 (73.), 6:1 (79./HE) Foterek, 7:1 (80.).

DSC: Cil; Kiciman (41. Chahine), Özdemir (41. Güven), Uguz (36. Linnemann), Foterek, Cakir, Yildiz, Ersoy, Ipcioglu, Laser, Tarhan.

„Da war nichts zu holen. Dafür war der Gegner einfach zu stark“, kommentierte Axel Pohlke, der im nächsten Jahr eine Auszeit vom Traineramt nehmen wird. Der Tabellenführer erwies sich als technisch versierte Mannschaft mit Landesligaformat, die sich die Meisterschaft vom Liganeuling nicht mehr streitig machen ließ.