SCW-Teams überspringen Auswärtshürden

Skeptischer Blick: Bis zum Schlusspfiff musste Trainer Pietro Perrone um den Sieg der Herner A-Junioren zittern.
Skeptischer Blick: Bis zum Schlusspfiff musste Trainer Pietro Perrone um den Sieg der Herner A-Junioren zittern.
Foto: WAZ FotoPool

Drei Auswärtsspiele, drei Siege – die Jugendmannschaften des SC Westfalia Herne haben den Fußballkreis in der ersten Runde des Westfalenpokals glänzend vertreten. A- wie B-Junioren meisterten ihre schwierigen Auswärtsaufgaben ohne Gegentor, während die C-Jugend bei ihrem 2:1-Sieg einige Mühe hatte.

A-Jugend: Ibbenbürener Spvg. 08 – SC Westfalia Herne 0:1. Kapitän Burak Akyül war mit seinem Treffer zehn Minuten vor der Pause der Mann des Tages auf Seiten des SCW. „Wir haben uns in die nächste Runde gekämpft“, atmete SCW-Coach Pietro Perrone nach der Partie durch. Vor der Pause war seine Elf die bessere Mannschaft und führte verdient durch Burak Akyüls schönen 20m-Knaller. Erdinc Taskin hatte kurz vor der Pause gleich zweimal die Chance, das Ergebnis in die Höhe zu schrauben, doch der Offensivspieler vergab beide Gelegenheiten. Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber besser ins Spiel und der SCW schwächte sich selbst. Torschütze Akyül musste auf Grund eines groben Foulspiels in der 77. Minute den Platz vorzeitig mit „Rot“ verlassen. Ibbenbüren drängte auf den Ausgleich, doch die neuformierte SCW-Abwehr hielt Stand, und was dennoch auf das Tor kam, hielt der souveräne Keeper Marvin Raab fest. „Das zu Null war wichtig für das Selbstvertrauen der Jungs“, freute sich der SCW-Coach.

Tore: 0:1 Akyül (34.)

SCW: Raab – Kayali, Tugyan, Uguz, Kather – Gies, Akyül – Galoska (46. Keppler), Mumcu (70. Akalin), Taskin (58. Akbaba) – Ayaz (88. Cimen)

B-Jugend : SuS Stadtlohn – SC Westfalia Herne 0:3. „Das war eine sehr souveräne Vorstellung meiner Mannschaft. Natürlich hat es uns auch in die Karten gespielt, dass Stadtlohn direkt nach fünf Minute eine Rote Karte kassierte“, war Hernes Trainer Jörg Tottmann froh über den Einzug in die zweite Runde des Westfalenpokals. SuS-Keeper Hintemann sprang nach einem Rückpass der Ball etwas zu weit vom Fuß, Kevin Hegel sprintete dazwischen und Stadtlohns Keeper konnte sich nur noch mit einem Foulspiel helfen. Der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Rote Karte und Strafstoß für den SCW, den Timur Erk eiskalt verwandelte.

Danach baute der SCW großen Druck auf und das 2:0 war nur eine Frage der Zeit. Nach einer halben Stunde setzte sich wiederum Kevin Hegel wunderbar auf der rechten Seite durch, und Skandar Soltane musste Hegels tolle Hereingabe nur noch über die Linie drücken. Zwar kamen die Gastgeber in der Folgezeit zu zwei kleinere Möglichkeiten, doch der SCW-Sieg war nie in Gefahr. Der eingewechselte Dave Koppe machte nach schöner Kombination über Soltane und Nick Ruppert den Sack zu. „Wie es jetzt genau weitergeht wissen wir im Moment auch nicht. Ich hoffe aber, dass wir die zweite Runde schon nächstes Wochenende austragen können. Wir wollen schließlich gut vorbereitet in zwei Wochen in die Rückrunde starten“, hofft Jörg Tottmann auf schnelle Aufklärung seitens des Verbands.

Tore: 0:1 Erk (7.), 0:2 Soltane (29.), 0:3 Koppe (77.).

SCW: Wassmann – Neese, Ordu, Yurtseven, Matena (57. Sarac) - Hildwein, Hegel (67. Koppe) – Ilias (41. Ruppert), Erk (49. Kaya), Soltane - Karrasch.

C-Jugend: SV Eidinghausen-Werste - SC Westfalia 1:2. „Wir haben uns das Leben unnötig schwer gemacht“, kommentierte Trainer Matthias Horn das knappe Ergebnis. Der Landesligist kontrollierte die Partie zunächst und ging früh in Führung, verlor aber nach vielen kleinlichen Schiedsrichterpfiffen den Faden. Die Fehler der Strünkeder häuften sich und führten schließlich zum Ausgleich für den Bezirksligisten. Erst nach der Pause gewann der SCW seine Sicherheit zurück. Die Gäste waren jetzt klar überlegen und erspielten sich eine Reihe guter Chancen. Lediglich die Treffsicherheit fehlte, selbst aus zwei Metern brachten die blau-weißen Angreifer das Leder nicht hinter die Linie. Erst in der Schlussphase schoss Caspar Biebersdorf seine Elf in die zweite Runde.

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