SCW im Kellerduell

Uwe Ross
Der verletzte Matthias Krantz (rechts) kann seine SCW-Kollegen beim Gastspiel in Gievenbeck höchstens moralisch unterstützen.
Der verletzte Matthias Krantz (rechts) kann seine SCW-Kollegen beim Gastspiel in Gievenbeck höchstens moralisch unterstützen.
Foto: Haenisch / waz fotopool

„Wenn nicht jetzt, wann dann ...“ – der Gassenhauer der Höhner könnte am Mittwoch auch das Leitmotiv für den SC Westfalia Herne sein. Um 18.30 Uhr sind die Strünkeder als Tabellenvorletzter zu Gast in Münster beim Schlusslicht 1. FC Gievenbeck. Ein klassisches Kellerduell, die Fans im Sportpark am Gievenbecker Weg 200 dürfen sich auf Abstiegskampf pur einstellen.

Nur zwei Punkte trennen den SCW noch von den Münsteranern, die mit einem Sieg also die Rote Laterne an Herne weiterreichen würden. Also schon ein „Alles-oder-Nichts-Spiel“? „Klar, irgendwie schon“, sagt Uli Reimann. Und der Westfalia-Coach fügt an: „Wenn wir dort verlieren, wird es ganz schwer für uns. Dann müssen wir schon zweigleisig planen, also auch für die Westfalenliga.“

Noch ist es nicht so weit, noch sieht der SCW seine Konkurrenten in Reichweite. Beispielsweise den FC Gütersloh, der zwar fünf Punkte Vorsprung aufweist, aber auch zwei Spiele mehr als die Strünkeder ausgetragen hat. Oder den TuS Dornberg, der ebenfalls fünf Punkte, aber bereits drei Begegnungen mehr auf dem Konto hat.

Westfalia mit Personalproblemen

Vor dem heutigen Duell der beiden Kellerkinder ist auch ein Blick auf die Bilanzen interessant: Nur eines seiner zwölf Heimspiele konnte Gievenbeck gewinnen, am 30. September mit 3:1 gegen Ennepetal. Noch länger liegt der einzige Auswärtssieg der Strünkeder zurück, die in bisher zehn Begegnungen auf fremden Plätzen nur am 2. September in Schermbeck gewinnen konnten.

Am letzten Sonntag durften sich die beiden Kellerkinder mit den Topteams der Liga messen. Während der SCW sich beim Spitzenreiter Lippstadt trotz der 0:3-Niederlage noch achtbar aus der Affäre zog, gestattete Gievenbeck dem Tabellenzweiten Wattenscheid 09 nur einen knappen 1:0-Heimerfolg.

Heute beim Anpfiff sind aber alle Bilanzen nur noch Makulatur. Uli Reimann beschäftigt mehr, wie er die Ausfälle der verletzten oder erkrankten Akteure Torben Reimann, Samed Sazoglu, Andreas Pollasch und Matthias Krantz kompensieren kann. „Ich hoffe nur, dass bei den verbliebenen Spielern nach dem anstrengenden Rhythmus der letzten Woche die geistige und körperliche Frische ausreicht, um in Gievenbeck zu bestehen“, so der SCW-Trainer.