Schon ein Punkt kann die weite Rückfahrt versüßen

Uwe Ross
Robin Gallus (l.) ist mit dem SCW zu Gast in Erndtebrück.
Robin Gallus (l.) ist mit dem SCW zu Gast in Erndtebrück.
Foto: Michael Korte

Es ist die zweitweiteste Fahrt, die der SC Westfalia Herne am Sonntag zum TuS Erndtebrück (Anstoß 15 Uhr, Pulverwald-Kampfbahn) zurücklegen muss. Jeder Fußballer kennt das Gefühl, wenn man eine solch’ weite Rückreise mit einer Niederlage im Gepäck antreten muss.

Die Kicker vom Schloss Strünkede wissen aber auch, wie toll so eine Heimfahrt sein kann. Am 5. Mai bebte der Bus auf den gesamten 140 Kilometern. Es war das zweite Spiel unter Jörg Silberbach, das die Jungs des neuen Trainers überraschend mit 4:2 gewonnen hatten.

„Das hat die Mannschaft damals toll gemacht. Wir wissen aber auch, dass so ein Sieg da nicht jederzeit wiederholbar ist. Erndtebrück ist am Sonntag wieder klarer Favorit, trotzdem werden wir versuchen, von dort auch diesmal etwas mitzunehmen“, hofft Silberbach auf eine erneute Überraschung.

Bei diesem Unterfangen wird aber aller Voraussicht nach Robert Hansmann nicht helfen können. Der Mann vor der Abwehr laboriert an einem Magen/Darm-Virus und liegt derzeit flach. Ebenso gravierend wäre der Ausfall von Marc Schröter, zweifacher Torschütze beim 4:2 im Mai. „Er hat letzten Sonntag zwar gespielt, hatte aber schon da Probleme im Oberschenkel. In dieser Woche haben wir ihn im Training etwas geschont. Ich hoffe, dass Marc auflaufen kann“, so Silberbach.

Erndtebrück, in der vergangenen Spielzeit permanent unter den Top Vier platziert und am Ende auch Vierter geworden, konnte sein erstes Heimspiel gegen den starken Aufsteiger aus Zweckel mit 1:0 gewinnen, musste letzte Woche aber in Hamm mit 1:3 die Punkte abgeben.

Silberbachs Taktik für die schwere Aufgabe im Pulverwald ist klar: „Wir müssen defensiv sicher stehen und hinten konzentriert arbeiten.“ Das hat in der Vorwoche gegen Ahlen bis auf eine Ausnahme schon ganz gut geklappt. Wo aber noch deutlicher Steigerungsbedarf besteht, weiß auch der SCW-Trainer: „Wir müssen uns auch mal im Spiel nach vorne durchsetzen. Das müssen wir auf jeden Fall besser machen als gegen Ahlen, dann ist in Erndtebrück auch diesmal etwas möglich.“