Rollsitze noch in Reichweite

Für Konstantin Hermes (rechts) lief noch nicht alles rund, aber der RVE-Ruderer darf weiterhin auf einen Platz im Kader für die U23-Nationalmannschaft hoffen.
Für Konstantin Hermes (rechts) lief noch nicht alles rund, aber der RVE-Ruderer darf weiterhin auf einen Platz im Kader für die U23-Nationalmannschaft hoffen.
Foto: Detlev Seyb

Es lief noch nicht alles rund. Aber Konstantin Hermes und Rene Stüven sehen sich nach der Deutschen Kleinbootmeisterschaft in Duisburg weiter auf Kurs. Die Rollsitze in der U23-Nationalmannschaft sind für die Athleten des Ruder-Verein Emscher Wanne-Eickel nach wie vor in Reichweite.

So sind Beide jetzt in die Mannschafts-Bildungen integriert, um sich in Kürze einem ersten ernsthaften Test auf der Internationalen Regatta in Essen zu unterziehen. Rene Stüven (mit Alexander Thierfelder Achtbester im U23-Ranking) und Konstantin Hermes (mit dem Hamburger Jannik Olssen Drittbester im U23-Ranking der Leichtgewichte) testen am Wochenende Mittelboot-Kombinationen.

Zweier-Überprüfung in Brandenburg

Leichtgewicht Konstantin Hermes und sein Partner Olssen steigen dabei mit zwei Bekannten ins Boot. Da Tobias Franzmann und Can Temel als bester U23-Zweier gar für die Mannschafts-Bildung der A-Nationalteam-Boote vorgesehen sind, sitzen Hermes/Olsson nun mit Sven Keßler und Jonas Kilthau aus Frankfurt in einem Boot – so wie es schon bei der U23-Weltmeisterschaft 2012 in Litauen der Fall war. „Das kann natürlich ein Vorteil sein. Wir sind ja schon einige Kilometer zusammen gerudert“, sagt Konstantin Hermes.

Allerdings hätte er sich gerne im Zweier einen Platz besser positioniert und ärgert sich ein wenig über die Niederlage im B-Finale gegen Kilthau/Keßler. „Vorher haben wir die geschlagen. Wir sind drei volle Rennen gefahren und waren einfach platt“, so Hermes. Es folgt allerdings eine weitere Zweier-Überprüfung in Brandenburg.

Auch für Rene Stüven. Dann möchte er mit Alexander Thierfelder durchaus ein, zwei Plätze gutmachen. U23-Trainer Peter Thiede sah nach der Umbesetzung (Thierfelder wieder auf Schlag) eine Leistungssteigerung, doch Stüven fand die vier Rennen zu schwankend.

Thiedes Crew liegt im Soll

„So wissen wir aber, dass wir noch mehr können“, meint Stüven, der im Halbfinale Pech hatte und nur ganz knapp am C-Finale vorbeirutschte. „Das war ja unser eigentliches Ziel“, so Thiede. Die Nachwuchs-Ruderer mussten sich auch gegen die Konkurrenz aus der offenen Klasse behaupten. Allerdings liege seine Crew voll im Soll. Als Achtbeste gehört sie zu jenem Kreis, der jetzt erst einmal zur Mannschafts-Bildung herangezogen wird. Die Ergebnisse von Essen und vom nächsten Kleinboottest sollen dann Klarheit bringen, in welche Richtung die Boote für die U23-WM aufgestellt werden soll. Eines möchte Rene Stüven aber vermeiden: So eine Zitterpartie wie im vergangenen Jahr, als er im Vierer „mit“ auf der Zielgeraden an der Qualifikation scheiterte. Schon deshalb möchte er sich im Zweier unter den Top sechs platzieren. Dann wäre er nämlich auch ein Kandidat für den U23-Achter.

 
 

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