Rene Stüven will Rollsitz im WM-Achter

Bei den Junioren hat Rene Stüven (3.v.l.) schon WM-Erfahrung im deutschen Achter gesammelt.
Bei den Junioren hat Rene Stüven (3.v.l.) schon WM-Erfahrung im deutschen Achter gesammelt.

Rene Stüven darf derzeit zufrieden sein. Der Athlet des Ruderverein Emscher Wanne-Eickel steht auf dem Sprung zur U23-Weltmeisterschaft, die Ende Juli im österreichischen Ottensheim stattfindet. Aktuell läuft es auf einen Start im Achter hinaus.

Den Grundstein hatte der Ruderer vom Westhafen bei der zweiten Kleinbootüberprüfung in Brandenburg gelegt. Rene Stüven hatte sich mit seinem Zweier-Partner Alexander Thierfelder gegenüber den Deutschen Kleinbootmeisterschaften in Duisburg enorm gesteigert, ließ einige Boote hinter sich, die vorher schneller waren und landete am Ende im A-Finale auf Platz vier. Zehn Boote werden zur Bildung der A-Nationalmannschaft mit Zweier, Vierer ohne und mit Steuermann sowie Achter und Ersatz benötigt. „Von der Rangliste ist er klar dabei“, sagt sein Trainer Peter Thiede.

Entscheidung fällt in Köln

Allerdings fällt die endgültige Nominierungs-Entscheidung erst in knapp zwei Wochen in Köln, wenn auf dem Fühlinger See die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ausgetragen werden. Dort soll sich der Wanner im Achter bewähren. „Wenn die keinen Bockmist bauen, sollte die Sache durch sein“, sagt Thiede vor dem Trainingswochenende in Hamburg, wo sich der deutsche U23-Kader trifft.

Bei der Internationalen Regatta in Ratzeburg fuhr der Stüven-Achter hinter einer deutschen Verbands-Auswahl und Polen auf den dritten Platz. Thiede fand es schon zufrieden stellend, zumal sich die Mannschaft noch nicht einfahren konnte und es viel Luft nach oben gibt. Die sicherste Variante für Stüven wäre nun, er würde im Achter Deutscher Jahrgangsmeister und die favorisierten Teams im Zweier und Vierer würden sich ebenfalls durchsetzen. Dann lägen die zehn besten Zweier der Rangliste auch vorne. Sollte sich allerdings ein Außenseiter im Vierer nach vorne schieben, käme neue Bewegung hinein. Denn Vierer und Zweier sollen direkt nominiert werden. In diesem Fall wären mehr als 20 Athleten im WM-Pool und für den Achter würde eventuell erneut getestet. „Wir sind gut vorbereitet und können selbstbewusst auftreten“, so Thiede, der in Dortmund gemeinsam mit Werner Nowak für die U23-Klasse zuständig ist.

Hermes im Pech

Pech hatte allerdings Konstantin Hermes. Der Leichtgewichts-Ruderer konnte auf der Internationalen Regatta in Ratzeburg nicht starten, da sein Partner Jannik Olssen (Hamburg) mit einem Magen- und Darminfekt ausfiel. „Wir wollten nichts riskieren und die Ärzte hätten auch nur ein Okay gegeben, wenn es ein entscheidendes Rennen gewesen wäre“, so Hermes.

Zuvor in Brandenburg sind Hermes/Olssen in der Rangliste auf Platz drei gefahren, so dass sie für Ratzeburg nicht im Vierer „ohne“ eingeplant waren. Für die U23-WM sieht es dennoch gut aus – allerdings müssen sie bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften die letzte Hürde noch meistern und im leichten Zweier „ohne“ Meister werden. „Bislang waren wir immer schneller als diejenigen, die dort fahren werden.“ Die beiden Top-Zweier bleiben in Köln im Vierer.

 
 

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