Perrone gibt sich furchtlos

Klaus Schulze
Liebend gern würden Hernes A-Junioren auch am Mittwochabend Tore bejubeln, wenn der Deutsche Meister FC Schalke 04 zum Pokalspiel an der Forellstraße gastiert.
Liebend gern würden Hernes A-Junioren auch am Mittwochabend Tore bejubeln, wenn der Deutsche Meister FC Schalke 04 zum Pokalspiel an der Forellstraße gastiert.
Foto: WAZ

Der große Jugendfußball macht Station in Herne und der SC Westfalia ist der Gastgeber. Am Mittwoch um 18 Uhr treffen die A-Junioren der Strünkeder im Achtelfinale des Westfalenpokals an der Forellstraße auf den FC Schalke 04 - und Pietro Perrone gibt sich furchtlos.

Obwohl die Herner Hoffnung auf eine Pokalsensation wie ein mächtiges Hirngespinst anmutet, will der SCW-Trainer nicht von vornherein die Flinte ins Korn werfen. „Uns trennt nur eine Klasse, auch wenn es sich beim Gegner um den Deutschen Meister handelt. Wir haben nichts zu verlieren und werden uns nicht verstecken. Blamieren können sich schließlich nur die Schalker“, versucht Perrone, sich und seiner Mannschaft Mut zu machen.

Der Westfalenligist bräuchte aber realistisch betrachtet wirklich eine außergewöhnliche Sternstunde, um dem haushohen Favoriten die Stirn bieten zu können. Denn der kann schweres Geschütz auffahren. Star der Gelsenkirchener ist Mittelfeldspieler Max Meyer, der es bereits zu mehreren Profieinsätzen in der Bundesliga und Champions League brachte. Neben dem erst 17-jährigen Ausnahmetalent bekamen in dieser Saison vier weitere Akteure aus dem Kader von Trainer Norbert Elgert Einberufungen zu drei verschiedenen U19-Nationalmannschaften.

Dieser geballten Qualität hatte die Konkurrenz in der Bundesliga West bisher wenig entgegenzusetzen. Der 1:2-Auftaktniederlage in Mönchengladbach folgten 16 Siege in Serie mit einem Gesamttorverhältnis von 51:8. Experten halten die aktuelle Schalker A-Jugend angesichts dieser Bilanz für noch stärker als die Mannschaft, die im Juni letzten Jahres durch einen 2:1-Sieg über Bayern München die Deutsche Meisterschaft gewann.

Der letzte Vergleich zwischen Blau-Weiß und Königsblau fand übrigens erst vor gut einer Woche statt. Da gastierte das Oberligateam des SC Westfalia zu Testzwecken bei der Schalker U19 und holte sich im Parkstadion eine derbe 0:5-Packung ab. Westfalia-Trainer Uli Reimann war beeindruckt: „Da konnte man schon ziemlich deutlich den Unterschied zwischen einer Profimannschaft und uns sehen.“