Ohne Cheftrainer, aber mit viel Zuversicht nach Ennepetal

Wolfgang Volmer
Voll ins Zeug legen müssen sich Kai Forin (r.) und seine Herner Kameraden, wollen sie aus Ennepetal etwas mitbringen.
Voll ins Zeug legen müssen sich Kai Forin (r.) und seine Herner Kameraden, wollen sie aus Ennepetal etwas mitbringen.
Foto: Michael Korte

Ohne Trainer Hans Bruch, der einen schon im März geplanten Sardinien-Urlaub startet, dafür aber mit großer Zuversicht tritt Westfalia Herne am Sonntag zum Oberligaspiel beim Tabellensiebten TuS Ennepetal an (15 Uhr, Bremenstadion). „Wir haben das 0:3 gegen Bielefeld analysiert, viele Einzelgespräche geführt und die Fehler aufgearbeitet“, sieht Bruch seine Elf gut vorbereitet. „Die Stimmung ist gut, und es wäre toll, wenn die Jungs was mitbringen.“

Zwar ließ Ennepetal zuletzt mit einem 4:0-Erfolg in Hamm aufhorchen, Furcht flößt dieser Gegner aber nicht ein. „Das war ähnlich wie unser 3:0 in Rhynern“, meint Bruch. Zuvor war der TuS mit nur drei erzielten Treffern in fünf Partien nicht gerade als besonders torhungrig aufgefallen. „Eine Übermannschaft ist das sicher nicht. Aber Ennepetal hat schon drei Siege eingefahren. Wenn wir die auch auf dem Konto hätten, wäre mir wohler“, so Bruch. Mit seinem Co-Trainer Pietro Perrone, der ihn auch in den Spielen gegen Rödinghausen am Donnerstag und in Beckum am nächsten Sonntag vertritt, hat er gemeinsam die Marschroute schon festgelegt. „Wichtig ist, dass wir unser Anlaufverhalten verbessern, dass wir nicht so viele Pässe in die Tiefe zulassen und bei Ballbesitz nicht so hektisch agieren.“ Letzteres sei jedoch ein längerer Lernprozess. „Dabei geht es um Handlungsschnelligkeit, und die lässt sich nur bedingt verbessern.“

Im Bremenstadion bekommen es die Herner aber nicht mit so talentierten Jungs zu tun wie zuletzt gegen den Spitzenreiter. Dreh- und Angelpunkt ist El Youbari, der auch drei von sieben TuS-Toren erzielt hat. Nicht mehr ganz in der Form vergangener Jahre ist der wuchtige Ex-Wattenscheider Ropkas. Hinter ihm erhielt als Zehner zuletzt der Ex-Herner Skraparas den Vorzug vor Markus Scherff, der wie Defensivmann Kai Strohmann auch schon beim DSC Wanne-Eickel gekickt hat.

Beim SCW hat Marc Schröter voll mittrainiert. Ob er in der Anfangs-Elf steht, ließ Bruch offen. Für Onur Özbicerler könnte ein Einsatz noch zu früh kommen. Aber das wird Perrone kurzfristig entscheiden.