Özcelik-Elf macht ihr Meisterstück

Klaus Schulze
Die B-Junioren des SC Westfalia stehen nach dem 2:0 in Wattenscheid bereits vor dem vermeintlichen Endspiel gegen Verfolger Hombruch als Aufsteiger in die Westfalenliga fest. Für die A-Jugend der Strünkeder gilt am letzten Spieltag das Prinzip Hoffnung.

SC Westfalia Herne -
SG Wattenscheid 09 4:1

A-Jgd.-Westfalenliga

Tore: 1:0, 4:1 (38., 78.) Antwi-Adjej, 1:1 (41.), 2:1, 3:1 (42., 66.) Arlat.

SCW: Seelemeyer; Bayram, Civ, Denizci, Forin, Arlat (82. Zimmermann), Antwi-Adjej, Bektas, Terzicik (67. Battaglia), Hufnagel, Außem.

Trotz des verdienten Erfolgs über den Nachbarn geht der SCW nur als Tabellendritter in den letzten Spieltag. Die Blau-Weißen ließen ihren Gegner kaum ins Spiel kommen und hatten eine Vielzahl an Tormöglichkeiten, obwohl auch diesmal personell nicht alles zum Besten stand. Einige Akteure mussten wieder auf die Zähne beißen, wobei Burak Arlat trotz Leistenproblemen herausragte und die entscheidenden Treffer markierte. Auch auf Christopher Antwi-Adjej war vor dem Tor Verlass, obwohl er nach der Pause noch einen Elfmeter verschoss. Das gleiche Missgeschick war auch einem Wattenscheider in der ersten Hälfte passiert.

SG Wattenscheid 09 II -
SC Westfalia Herne 0:2

B-Jgd.-Landesliga

Tore: 0:1, 0:2 (60., 68.) Benkovic.

SCW: Gehrmann; Kather (52. Harizanis), Kaya, Öz (74. Haake), Wohlfarth, Ciccarelli (80. Borkenhagen), Akbaba, Benkovic, Ricke (72. Sprenger), Schmitter, Rolle.

Der SCW ist durch. Einen Spieltag vor Saisonende schmiedeten die Strünkeder in Wattenscheid ihr Meisterstück und kehren nach einem Jahr in die Westfalenliga zurück. Dabei gab es von der im Saisonverlauf immer wieder aufgetretenen Nervosität beim Tabellenführer diesmal nicht den Hauch einer Spur. SCW-Trainer Yasin Özcelik und sein Betreuerstab hatten ihren Schützlingen mit vielen Gesprächen unter der Woche die Angst vor der eigenen Courage genommen und ernteten gestern die Früchte. Ohne zu zögern übernahmen die Gäste sofort die Initiative und erspielten sich schon vor der Pause eine Reihe guter Chancen.

Zweimal rettete der Querbalken für Wattenscheid, doch der SCW behielt auch nach torloser erster Hälfte die Ruhe. Dann kam der Auftritt von Ivan Benkovic, der abgebrüht einen Doppelschlag hinlegte und sein Team zur Meisterschaft schoss. „Das war unser bestes Spiel seit langem. Die Jungs waren heute richtig heiß“, freute sich Yasin Özcelik, der die Blau-Weißen trotz des Erfolgs nach Saisonende aus beruflichen Gründen verlassen wird.

Teutonia Waltrop -
SC Westfalia Herne II 2:1

A-Jgd.-Bezirksliga

Tore: 0:1 (21.) Gillner, 1:1 (67./FE), 2:1 (90.).

SCW: Ratsch; Lang, Ordon (58. Fernau), Kayali, Sänger, Kluth, Gillner, Lier, Betz, Junusov, Koymali (64. Yildiz).

Obwohl der SCW viele Stammspieler ersetzen musste, hatte er die Partie beim Abstiegskandidaten im Griff. Allerdings ließen die Gäste viele Chancen aus und verloren am Ende durch zwei Standardsituationen. SCW-Torwart Dominik Ratsch musste einen von ihm selbst verschuldeten Elfmeter passieren lassen, bevor ein 18-Meterfreistoß in der Schlussminute unhaltbar zum 2:1-Endstand einschlug.

FC 96 Recklinghausen -
DSC Wanne-Eickel 2:15

A-Jgd.-Bezirksliga

Tore: Yaylacik (5), Binici (3), Altun (2), Öz, Coskun, Freitas-Lindstädt, Herrmann, Yildirim.

DSC: Cleves; Zengin, Öz, Nolte (46. Yildirim), Öztoprak, Coskun, Binici, Altun, Freitas-Lindstädt, Herrmann, Yaylacik.

„Kaum zu glauben, dass so ein Spiel in der Bezirksliga möglich ist. Andererseits muss man den Hut ziehen, dass der Gegner überhaupt angetreten ist“, meinte DSC-Trainer Thomas Presshoff nach der besseren Trainingseinheit beim Absteiger. Der hatte nur neun Spieler aufgeboten und vermied so immerhin den Ausschluss nebst Geldstrafe, nachdem er bereits vorher zweimal die Punkte kampflos abgegeben hatte.

DSC Wanne-Eickel -
BG Schwerin 2:3

B-Jgd.-Bezirksliga

Tore: 0:1 (17.), 1:1 (26.) Uguz, 1:2 (56.), 2:2 (68.) Foterek, 2:3 (74.).

DSC: Cil; Özdemir, Laser, Uguz, Linnemann, Cakir, Ersoy, Kiciman, Foterek, Güven, Ipcioglu.

Gegenüber dem 0:6 in Erkenschwick zeigten sich die Gelb-Schwarzen stark verbessert und lieferten dem Nachbarn über 80 Minuten einen Kampf auf Augenhöhe. Dabei hatten die Platzherren zunächst die besseren Chancen. Mehrfach tauchte ein DSC-Stürmer völlig frei vor dem Schweriner Torwart auf, doch jedes Mal verfehlte das Leder sein Ziel. „Wenn du solche Dinger nicht machst, macht sie irgendwann der Gegner“, bemühte DSC-Trainer Axel Pohlke nach der unnötigen Niederlage eine alte Fußballerweisheit.