Nur Hermes löst das WM-Ticket

Konstantin Hermes (2.v.r.) bei den Deutschen U23-Meisterschaften 2011 im Leichtgewichts-Vierer ohne. Foto: Detlev Seyb
Konstantin Hermes (2.v.r.) bei den Deutschen U23-Meisterschaften 2011 im Leichtgewichts-Vierer ohne. Foto: Detlev Seyb
Foto: Detlev Seyb

Eigentlich wollte der Ruderverein Emscher Wanne-Eickel bei der Internationalen Ratzeburger Ruderregatta zwei Tickets für die U23-WM buchen. Konstantin Hermes hat sich für die Titelkämpfe in Trakai (Litauen) qualifiziert, doch Rene Stüven schob nach einer für ihn völlig verkorksten Regatta Frust. Kurz vor dem Start musste sein Vierer krankheitsbedingt ummelden.

Konstantin Hermes durfte dagegen rundum zufrieden sein. Ziel war es, mit Jannik Olsson, Jonas Kilthau und Sven Keßler im Leichtgewichts-Vierer „ohne“ direkt zur WM durchzustarten. „Samstag im offiziellen Qualifikationsrennen waren wir schon aufgeregt und sind viel zu verhalten gefahren“, meinte Hermes. Der Vierer schüttelte die nationale Konkurrenz ab, wurde hinter U23-Vize-Weltmeister Frankreich Zweiter, wenn auch der Abstand noch zu groß gewesen sei, so Hermes. Sonntag dann schließlich das gleiche Resultat, und so konnte Hermes die Regatta als rundum gelungen bezeichnen. „Jetzt haben wir Zeit, um uns noch besser einzufahren“, so der Ruderer vom Westhafen, der mit seiner Crew gerne die Medaillenränge ins Visier nehmen möchte. Dafür müsse man sich aber noch erheblich im Trainingslager steigern. Die U23-WM findet Mitte Juli statt.

Rene Stüven hatte sich Ratzeburg etwas anders vorgestellt. Nach einer bislang guten Saison wollte er sich mit Zweierpartner Malte Jakschik sowie Bodo Schacher, Tobias Oppermann und Steuermann Freddy Böhm im Vierer „mit“ direkt für die U23-WM qualifizieren. Zwei deutsche Boote hatten ebenfalls Ansprüche angemeldet. Im Training lief es gut, wie Trainer Peter Thiede berichtete. Doch in Ratzeburg musste der Vierer kurzfristig einen Ausfall verkraften. Bodo Schacher schied mit einer Mandelentzündung aus. „Und es ist immer schwer, kurzfristig Ersatz einzubauen“, so Thiede.

Bis 1000 Meter lag der Stüven-Vierer noch gut im Rennen, dann riss der Kontakt ab, „weil die eingefahrenen Vierer einfach besser waren.“ Frankreich siegte vor der Renngemeinschaft aus Offenbach, Schleswig und Stralsund, die sich damit auch für die WM qualifiziert hat. Rene Stüven und Co. fuhren auf Platz vier ein und müssen nun trotz guter Zweier-Leistungen in dieser Saison zuhause bleiben. Ersatzplätze wird es diesmal auf der U23-WM nicht geben. Die Athleten aus dem Vierer „mit“ müssen einspringen, wenn in anderen Booten Ausfälle zu beklagen sind.

Nach den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in zwei Wochen in Essen will Peter Thiede mit den nicht für die U23-WM qualifizierten Athleten zu Traditionsregatta nach Henley fahren.

 
 

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