Mit Planhof nach Ahlen

Wolfgang Volmer
Mit vollem Einsatz ist Robert Hansmann (r.) immer dabei. Zuletzt gelang dem jungen Herner Innenverteidiger sogar ein schönes Kopfballtor.
Mit vollem Einsatz ist Robert Hansmann (r.) immer dabei. Zuletzt gelang dem jungen Herner Innenverteidiger sogar ein schönes Kopfballtor.
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Bleibt der SC Westfalia Oberligist und damit höchstklassiger Fußballclub dieser Stadt? Erst am kommenden Sonntag gegen 16.45 Uhr wird diese Frage definitiv entschieden sein, wenn auch die Partie bei Arminia Bielefeld II abgepfiffen ist. Bis dahin heißt es zittern – und sich eine möglichst gute Ausgangsposition verschaffen. Im Nachholspiel bei Rot Weiss Ahlen am Mittwoch (19.30 Uhr, Wersestadion, August-Kirchner-Straße 14) kann sich der SCW (30 Punkte/-20 Tore) jedenfalls noch nicht retten. Allerdings reicht ein Punkt, um den Abstiegsplatz vor dem Saisonfinale wieder mit dem SV Schermbeck (31/-32) zu tauschen.

Noch besser wäre natürlich ein Sieg, denn dann würde am Sonntag in Bielefeld dank des Torverhältnisses schon ein Unentschieden reichen. Anders als der SCW kann sich der ebenfalls noch gefährdete TuS Dornberg (32/-14) schon heute in Sicherheit bringen. Dazu müsste der Viertletzte aber etwas von der Wattenscheider Lohrheide mitnehmen, wo die SG 09 ihren Aufstieg feiern möchte.

So kompliziert die Ausgangslage scheint, für den SCW ist es ganz einfach: Er muss punkten, muss alles andere ausblenden und sich voll auf die heutige Aufgabe konzentrieren. „Ein Punkt ist Pflicht, damit wir unser Schicksal wieder in der eigenen Hand halten“, gibt dann auch Trainer Jörg Silberbach vor.

Nach dem bitteren 1:3 gegen die Hamm SpVg hat er seine Spieler erst gestern beim Training wiedergesehen. Schon vorher hatte er mit Kapitän Michael Planhof gesprochen, der am Sonntag wegen des plötzlichen Todes seines Schwiegervaters fehlte. „Plane wird sich zur Verfügung stellen“, baut Silberbach auf seinen erfahrenen Führungsspieler, auf dessen Ruhe, Routine und Kopfballstärke der SCW nicht verzichten kann.

Kaum zu ersetzen ist auch Marc Schröter, der als Sturmspitze weite Wege geht und den gegnerischen Abwehrreihen zuletzt viele Probleme bereitete. Stets bekam Schröter dabei auch einiges auf die Stäbe. Immer biss er auf die Zähne, zuletzt ging es nicht mehr. Gegen Hamm humpelte er mit einer Bänderverletzung im Sprunggelenk vom Platz. Wenn irgendmöglich, wird auch der junge Stürmer in Ahlen wieder angreifen, so dass Silberbach seine Wunsch-Elf aufbieten kann. „Das sind schließlich auch die Jungs, die Gütersloh, Erndtebrück, Schermbeck und Ennepetal geschlagen haben, Gegner, die eigentlich gar nicht unsere Kragenweite haben. Und trotzdem haben sie es geschafft.“

Daran werden Silberbach und Co-Trainer Hansi Bruch ihre Truppe erinnern. Denn nur mit Selbstvertrauen können die Herner in Ahlen bestehen, wo Marco Antwerpen letztmals in einem Heimspiel auf der Trainerbank sitzt.