Mit Kampf und Leidenschaft

Uwe Ross
Marc Schröter (Mitte) ist beim SCW als Sturmspitze gesetzt.
Marc Schröter (Mitte) ist beim SCW als Sturmspitze gesetzt.
Foto: WAZ FotoPool

Heimpremiere für den SC Westfalia Herne in dieser Saison: Am Sonntag um 15 Uhr erwarten die Strünkeder in der Abisol-Arena am Schloss Strünkede das Team von Rot Weiss Ahlen. „Natürlich möchte ich jedes Spiel gewinnen. Aber gegen Ahlen wird das nicht leicht werden“, ist sich Trainer Jörg Silberbach sicher.

Die Startniederlage in Hüls ist aufgearbeitet, im Training läuft es richtig gut, wie Silberbach feststellte, und auch körperlich seien seine Jungs gut drauf. „Und man merkt, dass sie heiß sind, jetzt vor unseren Fans im eigenen Stadion die ersten Punkte einzufahren“, so der Westfalia-Coach.

Mit Ahlen kommt allerdings eine Mannschaft zum Schloss, die sich gegenüber der Vorsaison, als die Rot-Weißen mit 46 Punkten im sicheren Mittelfeld einliefen, keineswegs verschlechtert hat. „Was den Kader anbetrifft, die Ausgeglichenheit und auch die individuelle Qualität, können wir uns mit diesem Gegner nicht vergleichen. Seine Stärken hat Ahlen schon am letzten Sonntag demonstriert“, so Silberbach. Da setzte sich die Mannschaft von Trainer Carlos Castilla im Nachbarschaftsderby gegen die hoch gehandelte Hammer Spielvereinigung mit 1:0 durch.

Kein Abwehrproblem

Was der SC Westfalia gegen die vermutliche spielerische Überlegenheit der Gäste in die Waagschale werfen muss, ist für Silberbach klar: „Wir müssen die Partie mit viel Leidenschaft, Willen und Kampfkraft angehen.“ Und, setzt der Trainer drauf: „Meine Mannschaft muss die Konzentration hoch halten. Das war in Hüls phasenweise nicht der Fall.“ Ein besonderes Abwehrproblem hat Silberbach allerdings nicht ausgemacht, trotz der drei Gegentore in Hüls und deren zwei im Pokal beim B-Ligisten Falkenhorst. „Nein, das hat nichts miteinander zu tun. Im Pokal war vielleicht etwas Leichtfertigkeit dabei, die wir uns gegen Ahlen natürlich nicht erlauben dürfen“, so Silberbach.

Personell muss der SCW-Trainer sein Team leicht umbauen, da neben Christian John auch Denis Omerbegovic wegen einer Innenbanddehnung im Knie voraussichtlich einige Wochen fehlen wird. Als einzige Spitze im 4-2-3-1-System wird daher Marc Schröter auflaufen. Ansonsten ist der Kader der Westfalia komplett, nachdem auch Mustafa Kaya seinen Urlaub beendet hat und am Mittwoch im Pokalspiel bereits wieder zum Einsatz gekommen war. Eine Option für Sonntag ist der kleine Wirbelwind aber noch nicht. „Er hat drei Wochen gefehlt. Ihn jetzt schon zu bringen, wäre verfrüht. Ich hoffe aber, dass er schnell wieder Anschluss zur Mannschaft findet“, sagte Silberbach.