Laufstarke Herner biegen frühen 0:2-Rückstand um

Viel Dampf über die rechte Herner Seite machte Philipp Rößler (blaues Trikot).
Viel Dampf über die rechte Herner Seite machte Philipp Rößler (blaues Trikot).
Foto: FUNKE Foto Services
Der SC Westfalia zog ohne etliche Leistungsträger durch ein 3:2 gegen Wattenscheid ins Halbfinale des Cranger-Kirmes-Cups ein.

SW Wattenscheid 08 - SC Westfalia Herne 2:3 (2:1). Das war eine schwere Geburt. Nach einem schnellen 0:2-Rückstand kämpften läuferisch enorm starke Herner den aufmüpfigen Landesligisten noch nieder und feierten einen am Ende ungefährdeten 3:2-Sieg, mit dem sie sich für das Halbfinale qualifizierten.

Zugleich verdienten sie sich ein dickes Lob ihres Trainers. „Ihr habt meinen vollen Respekt“, sagte Christian Knappmann nach Schlusspfiff im Spielerkreis. „Es ist nicht selbstverständlich, ein 0:2 gegen eine Mannschaft, die nur eine Liga tiefer spielt, bei diesen Temperaturen umzubiegen. Wir haben gesehen, wie viel Tempo wir gehen können und wie gut wir sind, wenn wir viele Sachen richtig machen.“ Schon zur Halbzeit habe er keinerlei Zweifel am Sieg gehabt, so Knappmann: „Wir sind von Minute zu Minute besser geworden und waren Ende der ersten Hälfte drückend überlegen.“

Zu Beginn sah das noch komplett anders aus. Während sich die ohne Carpentier, Zaskoku, Kühn, Ferati, Onucka, Mützel, Trisic und Klaas angetretenen Herner noch in teils ungewohnten Rollen orientierten, war Wattenscheid gleich im Spiel. Konnte Tim Göbel einen Wassi-Kopfball und den Nachschuss noch reaktionsschnell parieren (2.), war der junge SCW-Keeper nach der anschließenden Ecke chancenlos. Völlig freistehend köpfte Wassi zum 0:1 ein. Den Ausgleich verpasste Maurice Temme, als sein Kopfballaufsetzer über den Balken sprang. Noch länger wurden die Gesichter, als sich Eren Ayaz vernaschen ließ und Cece auf 0:2 erhöhte (15.) – schon war ein Murren von den Rängen zu hören.

Doch Knappmann und Zaskoku trieben ihre Jungs unaufhörlich an. Denen misslang zwar vieles, aber sie rannten und jagten die Bälle, als ginge es um schon um den Titel. Diesem Druck waren die Wattenscheider auf Dauer nicht gewachsen. Kaum hatten sie mal den Ball, waren sie ihn wieder los – es ging fast nur noch in eine Richtung. Das Anschlusstor markierte Justin Klein noch vor der Pause mit feiner Einzelleistung.

Mit Vollgas ging es auch in die zweite Hälfte, und das zahlte sich aus. Torwart Omeirat ließ eine Flanke durchrutschen, Niklas Rieker stand dahinter und schob ein (52.). Elf Minuten später trat Ferhat Mumcu unwiderstehlich an und traf zum 3:2 ins lange Eck. Mehrfach hätte der SCW noch erhöhen können. Das eigene Tor geriet nur noch einmal in Gefahr, als Tim Göbel seinen Patzer aber umgehend ausbügelte.

 
 

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