Knappmann will gegen Essen eine Kontertaktik testen

Marko Onucka (am Ball) wird am Sonntag gegen den ETB SW Essen wieder für Westfalia Herne stürmen.
Marko Onucka (am Ball) wird am Sonntag gegen den ETB SW Essen wieder für Westfalia Herne stürmen.
Foto: FUNKE Foto Services
Etwa 19 Stunden nach dem Schlusspfiff in Sodingen läuft der SC Westfalia am Schloss Strünkede zum Testspiel gegen den ETB SW Essen auf.

Manchmal sei weniger mehr, heißt es. Mit dieser Aussage kann Christian Knappmann so gar nichts anfangen. „Für mich ist mehr mehr“, sagt der Trainer des SC Westfalia. Oder, um es noch plakativer auszudrücken: „Von nix kommt nix.“

Deshalb jagt der 35-Jährige seine Jungs gerade 19 Stunden nach Abpfiff des Kirmespokal-Endspiels bereits wieder auf den Platz. Und dort wartet keinesfalls Laufkundschaft. Mit dem ETB Schwarz-Weiß Essen kreuzt am Sonntag um 15 Uhr ein renommierter Gegner aus der Oberliga Nordrhein am Schloss Strünkede auf. Ein schlauchendes Programm.

„Kann man so sehen“, stimmt Knappmann zu. „Zumal man wissen muss, dass wir Samstag wie Sonntag vormittags noch eine Trainingseinheit einschieben.“ Bedenken, seine Spieler völlig ausgepowert auf dem Zahnfleisch in die Saison zu schicken, hat der Trainer dennoch nicht. „Wenn man sieht, wie die Jungs Einheit für Einheit Gas geben und welches Tempo sie auf den Platz bringen, weiß man, dass wir mit diesem Pensum absolut richtig liegen.“ Und das habe er ja auch nicht im stillen Kämmerlein ausgebrütet, sondern aufgrund wissenschaftlich erhobener Daten mit Hilfe der Uni Münster so erarbeitet. „Und wenn einer mal eine Pause braucht, nehmen wir ihn mal ein paar Tage raus. Das wird individuell gesteuert.“

Der hohen Belastung will der Coach gegen Essen auch taktisch Rechnung tragen. „Wir werden eine Kontertaktik spielen, vielleicht auch mal ein 3-5-2 testen.“ Spielen wird, wer nach dem Kirmes-Cup noch genug Power hat. Und Marko Onucka. „Er ist am Sonntag wieder dabei und bekommt einen Neunziger.“

 
 

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