Knappmann bastelt am Herner Kader

Ausgejubelt: Im Vorjahr noch ein wichtiger Faktor beim SC Westfalia, ist der schnelle Angreifer Dennis Gumpert in dieser Saison nur noch sporadisch eingesetzt worden und spielt in den Planungen keine Rolle mehr.
Ausgejubelt: Im Vorjahr noch ein wichtiger Faktor beim SC Westfalia, ist der schnelle Angreifer Dennis Gumpert in dieser Saison nur noch sporadisch eingesetzt worden und spielt in den Planungen keine Rolle mehr.
Foto: Thorsten Tillmann
  • Mit „optimiertem Kader“ will Westfalia Herne nach der Winterpause die Titeljagd fortsetzen
  • Enes Kaya und Eren Ayaz lösen Verträge auf, auch Dennis Gumpert hat am Schloss keine Zukunft mehr
  • Knappmanns Wunschspieler Lukas Lenz und Dustin Wurst hoffen noch auf eine Freigabe

Seinen eigenen Vertrag als Trainer des SC Westfalia Herne hat er unlängst um ein Jahr verlängert, jetzt ist Christian Knappmann dabei, auch den derzeitigen Kader zu optimieren – durchaus bereits mit Blick auf die kommende Spielzeit, in der sich die Strünkeder gern in der Oberliga zurückmelden wollen. Dass es bis zum Aufstieg noch ein harter Weg wird, ist auch Knappmann klar. Ihn erfolgreich gehen zu können, dazu sollen auch kleinere personelle Änderungen beitragen.

Bekannt ist bereits der Zugang des 26-jährigen Offensivspielers Marcel Ramsey, der in der Winterpause vom Ligarivalen und nächsten Gegner Kirchhörder SC zum Schloss wechselt. Der 1,88 m große, in den USA geborene Ramsey blickt bereits auf eine bewegte fußballerische Vita zurück. Schon als Jugendlicher spielte er für sieben Clubs, darunter Borussia Dortmund und FC Schalke 04. Aus der U19 der „Blauen“ schaffte er den Sprung in die U23, durfte in der Regionalliga aber nur einmal kurz reinschnuppern, als er gegen Lotte eingewechselt wurde. Ansonsten war er kaum einmal im Kader und legte im folgenden Jahr eine erste Auszeit ein. Es folgten diverse Stationen, meist bei Regional- oder Oberligisten, nirgendwo hielt es den Angreifer länger als ein Jahr. Christian Knappmann hat eine ähnliche Laufbahn hinter sich, weiß auch, dass Ramsey in der Szene als „schwieriger Typ“ gilt. Schrecken tut ihn das nicht, im Gegenteil. „Auch andere galten als schwierig und funktionieren bei uns“, meint der SCW-Coach. „Ich habe keine Angst, dass es bei Marcel nicht genauso ist. Wir telefonieren fast täglich, er ist bescheiden, fast zurückhaltend. Ich bin sicher, dass er uns mit seiner Qualität hilft und auch gut ins Team passt.“

Mit zwei weiteren Wunschspielern sind Knappmann und der SCW einig. Ob sich ihre Wechsel jedoch bereits für die Rückrunde realisieren lassen, ist mehr als zweifelhaft. So habe Westfalia Rhynern für seinen Kapitän Dennis Wurst eine laut Knappmann „total unangemessene Summe aufgerufen“, die auch keine Basis für eine Einigung biete. Und Ligarivale TuS Iserlohn will seinen Kapitän Lukas Lenz im Winter überhaupt nicht ziehen lassen. „Ich will Lukas seit geraumer Zeit, und er wird kommen. Wenn nicht im Winter, dann zur nächsten Saison“, plant der Herner Trainer fest mit dem Torjäger.

Sollte es so kommen, wäre der Bedarf an „gestandenen Spielern“ gedeckt. „Ab jetzt fangen die Reisen über die Plätze der A-Jugend-Bundesliga an. Mal schauen, wen wir da noch loseisen können“, verrät Knappmann seine weiteren Pläne.

Enes Kaya und Eren Ayaz spielen darin keine Rolle mehr. Sie haben ihre Verträge mit dem SCW bereits aufgelöst. „Beide haben kaum gespielt, sind deshalb auch unzufrieden. Und ihre Situation würde in der Rückrunde nicht besser“, hat Knappmann ihnen klar gemacht. „Von daher war es besser, sich zu trennen.“ Auch ein dritter Spieler hat beim SCW keine Zukunft mehr. „Auch Dennis Gumpert weiß, dass wir nicht mehr mit ihm planen. Er hat sich aber noch nicht entschieden, ob er bereits in der Winterpause wechselt.“ Für ihn soll es mehrere Interessenten geben.

 
 

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