Jubelparty mit gebremstem Schaum

Aufstieg geschafft: Der Herner EV konnte schon fünf Spieltage vor Schluss das Erreichen seines Saisonziels feiern.
Aufstieg geschafft: Der Herner EV konnte schon fünf Spieltage vor Schluss das Erreichen seines Saisonziels feiern.
Foto: Haenisch / waz fotopool

Herner EV -
Ratinger IceAliens 6:2

Drittelergebnisse: 2:1, 3:0, 1:1.

Tore: 1:0 (4:23) Brinkmann (Nieberle/schneider), 2:0 (5:44) Cohut (Miettinen/Richter), 2:1 (6:40), 3:1 (27:07, 5-4) Miettinen (Paananen/Richter), 4:1 (37:54) Gross (Nieberle/Schneider), 5:1 (38:15) Richter (Schlicht/Miettinen), 6:1 (44:12, 5-4) Miettinen (Richter/Schlicht), 6:2 (56:24).

Strafminuten: Herne 12 - Ratingen 18 plus 2x10 plus Matchstrafe.

Der Herner EV ist durch. Vor 1099 Zuschauern blieb das Team von Trainer Carsten Plate am Freitag auch im 31. Punktspiel ungeschlagen und sicherte sich mit dem 6:2 gegen die Ratinger IceAliens schon im sechstletzten Match der Saison den Aufstieg in die Oberliga.

Sicher hätte sich der eine oder andere Verantwortliche für die Jubelparty am Gysenberg eine größere Kulisse gewünscht, doch die gab das aktuelle Szenario einfach nicht her. Zu dominant war der HEV durch die Saison spaziert und die Lage beim gebeutelten Gegner verhieß schon im Vorfeld alles andere als eine heiß umkämpfte Partie. Anders als zuletzt in Unna absolvierten die Grün-Weiß-Roten das ungleiche Duell über weite Strecken mit gebremstem Schaum und gingen nicht annähernd an ihre Grenzen.

Mussten sie auch nicht, denn ohne die gesperrten Angreifer Marc Höveler und Thorsten Gries aus der ersten Reihe kamen die Gäste von vornherein nicht als Spielverderber in Frage. „Wir sind hier mit neun Juniorenspielern angetreten. Von daher kann ich mit dem Ergebnis gut leben“, meinte Ratingens Coach Janusz Wilczek hinterher geradezu erleichtert, nachdem es zuletzt gegen Herford zwei derbe zweistellige Klatschen gegeben hatte.

Eine weitere schien sich zunächst auch am Freitag anzubahnen, doch nach der schnellen Herner 2:0-Führung war früh die Spannung raus. Der HEV kam auch nach dem Anschlusstor der Gäste nie in Gefahr und ging geradezu gnädig mit dem ansonsten fast chancenlosen Gast um. Nur sporadisch blitzte das wahre Können des Regionalliga-Meisters auf, wobei die Treffer vier und fünf innerhalb von 19 Sekunden die sehenswertesten des Abends waren und endgültig die Fronten klärten.

Knüppeldick kam es nur für einen Herner. Trotz Erkältung wurde Carsten Plate nach dem Abpfiff gnadenlos der fälligen Bierdusche unterzogen, doch derlei Ungemach muss ein Erfolgscoach eben wegstecken: „Das und das Ergebnis war heute zweitrangig. Der Moment, auf den wir alle gewartet haben, ist endlich da. Jetzt wollen wir die Runde auch als Erster abschließen.“

Den eigenen Anteil am Erfolg wollte der HEV-Coach nicht überbewerten. Sein Dank ging an die Mannschaft und an den Sportlichen Leiter Frank Petrozza, der das Team zusammengestellt hatte: „Frank hatte wirklich eine glückliche Hand. Eine charakterlich so tolle Truppe, die sich immer wieder gegenseitig gepuscht hat, habe ich in meiner Laufbahn selten gesehen.“

 
 

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