In Mengede kann der SC Westfalia nur verlieren

In Topform spielt zur Zeit Hernes Fatmir Ferati (Mitte). Falls Mengede wie angekündigt Beton anrührt, sind seine Standards besonders gefragt.
In Topform spielt zur Zeit Hernes Fatmir Ferati (Mitte). Falls Mengede wie angekündigt Beton anrührt, sind seine Standards besonders gefragt.
Foto: FUNKE Foto Services
Welten treffen aufeinander: Spitzenreiter gastiert beim Schlusslicht. SCW-Trainer Knappmann erwartet hoch motivierte gastgeber.

Besser hätte die Saison bisher für den SC Westfalia nicht verlaufen können. Mit der maximal möglichen Punktausbeute thronen die Herner nach fünf Spielen an der Westfalenligaspitze, voller Selbstvertrauen blicken sie den Duellen gegen die Verfolger aus Lünen und Hordel in den kommenden beiden Wochen entgegen. Zuvor gilt es allerdings, eine Pflichtaufgabe abzuhaken.

Dazu steigen die Herner am Sonntag um 15 Uhr tief hinab in den Keller der Liga. Sie gastieren bei Mengede 08/20, das mit null Punkten und 1:18 Toren als Schlusslicht schon frühzeitig den Anschluss zu verlieren droht. Für SCW-Trainer Christian Knappmann kommt das wenig überraschend. „Mengede hat fast die komplette Mannschaft verloren und viele Jungs aus Bezirks- und Landesliga geholt“, weiß er um die Probleme der Gastgeber. Alle Welt, er selbst eingeschlossen, erwartet also den nächsten Herner Sieg. Von einem Spaziergang geht Knappmann aber gleichwohl nicht aus, obwohl sich der Volksgarten Mengede mit seinen 16 Hektar Fläche dazu durchaus eignet. „Ich denke, dass Mengede diese Partie gegen den verlustpunktfreien Tabellenführer zum Endspiel ausruft, in dem es um die letzte Chance geht“, vermutet der SCW-Coach. „Die werden uns über die Emotionsschiene packen wollen.“

Eine Laissez-faire-Haltung könne sich da auch ein spielerisch deutlich überlegener Gegner nicht leisten. „Auch wir müssen eine gute Mentalität und Emotionen auf den Platz bringen“, will Knappmann seiner Truppe einschärfen. „Das wird ein spezielles Spiel, eines mit Pokalcharakter.“

Wem er für diese Partie im einzelnen sein Vertrauen schenkt, lässt der Trainer noch offen. Mit einigen Ausnahmen. „Sebastian Mützel ist wieder fit und wird spielen. Einen solchen Typen auf dem Platz zu haben, ist immer ein Vorteil.“ Auf eine Pause kann sich Robin Klaas einstellen, der mit vier gelben Karten vorbelastet ist. „Da will ich vor dem Lünen-Spiel nichts riskieren. Passiert es dann, ist es eben so. Aber spätestens gegen Hordel ist auch Streit wieder so weit, den ich jetzt wohl noch schonen werde“, begründet Knappmann seinen Verzicht auf den kampfstarken Sechser. Der gut und breit aufgestellte Kader erlaubt es ihm.

 
 

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