In Köln geht es um die WM-Tickets

Rene Stüven (r.) mit Zweierpartner Alexander Thierfelder
Rene Stüven (r.) mit Zweierpartner Alexander Thierfelder
Foto: MeinRuderbild.de

Jetzt gilt’s: Rene Stüven und Konstantin Hermes möchten am Wochenende bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der Ruderer das Ticket für die U23-Weltmeisterschaften lösen. Die Saisonleistungen sprechen für die Athleten des RV Emscher Wanne-Eickel.

Rene Stüven hat sich mit seinem vierten Platz in der Zweier-„ohne“-Rangliste eine exzellente Ausgangslage geschaffen und sitzt bei den Meisterschaften in dem Achter, der sich direkt für die WM in Ottensheim (Österreich) qualifizieren soll. Vorausgesetzt, die für die WM nach der Rangliste ausgeguckten Ruderer fahren im Zweier, Vierer „ohne“ und Vierer mit Steuermann ebenso wie Stüven selbst im Achter zum DM-Titel, steht einer WM-Nominierung nichts mehr im Wege. Wenn nicht, könnte es im anschließenden Trainingslager noch einmal zu Ausscheidungen kommen.

Stüven-Crew ist selbstbewusst

Stüven und sein Team gehen allerdings selbstbewusst ins Rennen und wollen ihre Aufgabe den Erwartungen entsprechend meistern. Beim Trainingswochenende am vergangenen Wochenende im Bundesstützpunkt in Dortmund hat sich das Team des ehemaligen Deutschland-Achter-Steuermanns Peter Thiede den letzten Feinschliff geholt.

Weit nach vorne wollen auch Konstantin Hermes und Jannik Olssen im Leichtgewichts-Zweier ohne Steuermann. Die beiden aktuell schnellsten Zweier fahren im Vierer „ohne“ und wollen sich in dieser Bootsklasse direkt qualifizieren. Olssen/Hermes, zuletzt gesundheitlich gehandicapt, fielen im Ranking auf Platz drei zurück und wollen nun im Zweier „ohne“ das WM-Ticket einfahren. Hermes ist zuversichtlich angesichts der Saisonergebnisse, doch er weiß, dass die Konkurrenz nicht schläft. Neumann/Temel und Kilthau/Keßler, zuletzt besser als Hermes/Olsson, wagen gar einen Drei-Fach-Start. Im Achter sitzen sie mit den WM-Kandidaten Olsson/Hermes gemeinsam im Boot.

Drei RVE-Athleten schnuppern rein

Drei weitere Athleten hat der RV Emscher am Start, allerdings dürften die kaum in die Medaillenränge kommen. U23-Leichtgewicht Matthias Woszek startet im Zweier „ohne“. „Wir haben hier keine Erfahrungswerte“, sagt RVE-Coach Manfred Ahrendt: „Matthias ist im ersten Jahr in dieser Klasse dabei.“ Vielleicht gelingt dem jungen Mann vom Westhafen ja eine Überraschung.

Jonas Kuhlbrodt fährt im Leichtgewichts-Doppelvierer der Junioren B. Ahrendt: „In dieser Klasse gibt es ein oder zwei Favoriten. Doch dahinter sind sechs, sieben Boote auf Augenhöhe. Das wechselt von Regatta zu Regatta.“ Er hofft auf einen guten Tag seiner Crew. Dann könnte es im 18-Boote-Feld zu einem Platz im A-Finale reichen.

Carly Abbenhaus wechselte noch kurzfristig in den Riemenbereich und misst sich jetzt im Juniorinnen-B-Vierer „ohne“. „Wir haben kein einziges Rennen in dieser Klasse bestritten“, so Ahrendt: „Eine absolute Wundertüte.“

 
 

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