HTT-Quartett festigt seinen Spitzenplatz

Wolfgang Volmer
Platz vier in Hückeswagen. (v.l.) Sven Abbing, Fuad Rugovac, Maik Bernhardt, Kolja Milobinski
Platz vier in Hückeswagen. (v.l.) Sven Abbing, Fuad Rugovac, Maik Bernhardt, Kolja Milobinski
Foto: frei zur Veröffentlichung

Die Erfolge reißen nicht ab. Gerade erst in die NRW-Liga aufgestiegen, lieferte das Herner Triathlon Team 11 auch in Hückeswagen eine Topleistung ab und baute mit Platz vier seine Tabellenführung noch aus.

Zu bewältigen war beim dritten Ligawettkampf die Halbdistanz, also 1,9 km Schwimmen, 75 km Rad und 21 km Laufen. Früh um 8.30 Uhr erfolgte der Start. Nach einer großen Schleife um zwei Bojen herum stieg Maik Bernhardt als erster Herner aus dem mit 22 Grad angenehm warmen Wasser der Bevertalsperre. Mit 30:14 Minuten lag er auf Rang 30. Ihm folgten innerhalb 90 Sekunden Sven Abbing, Kolja Milobinski und Fuad Rugovac, die allesamt im ersten Drittel des Feldes auf die hügelige Radstrecke durch das Bergischen Land gingen.

Raddefekt wirft Rugovac zurück

Hier wollte das HTT-Quartett angreifen, wurde aber durch einen Defekt zurückgeworfen. Bei einem Anstieg sprang bei Rugovacs Rad die Kette vom großen Kettenblatt. Das kostete den Routinier einige Minuten. Auch kam er beim weiteren Anstieg nicht sofort in Tritt und musste abreißen lassen. „Ich hätte die Fahrradkette quer durchs bergische Land schleudern können. Abends noch Material gecheckt und dann dieses Pech“, war Rugovac sauer.

Zum Glück konnten Abbing und Bernhardt ihre Stärken auf dem Rad voll ausfahren. Stetig schoben sie sich näher an die Spitzengruppe, und nach rund zwei Stunden gingen sie fast gemeinsam auf die Laufstrecke. Auch Kolja Milobinski konnte sich bei seinem Debüt über die Halbdistanz im ersten Drittel behaupten. Der 26-Jährige fühlte sich pudelwohl auf dem Rad und ging als 38. auf die Laufstrecke über 21km.

Pünktlich zur Laufeinheit zeigte sich die pralle Sonne am Himmel. Und sie schien für Sven Abbing auch im Ziel. Bei Kilometer 10 hatte er seine vom Rad müden Beine freigelaufen, zog nach 12 km an Maik Bernhardt vorbei und sammelte danach etliche weitere Läufer ein. Am Ende belegte Abbing einen famosen dritten Platz in der Einzelwertung, mit einer Zeit von 1:17:58 Stunden für den Halbmarathon und einer Gesamtzeit von 3:49:16 Stunden. „Plötzlich waren die Verspannungen in den Beinen weg und es lief fast von alleine, so dass ich zum Ende hin noch zulegen konnte“, lachte Sven Abbing hinter der Ziellinie, glücklich über sein Rennen, das ihm auch Rang drei in der NRW-Meisterschaft auf dieser Strecke bescherte.

Ähnlich stark lief auch Maik Bernhardt, der sich mit der siebtbesten Laufzeit auf Rang sieben vorarbeitete. Auch Milobinski rechtfertigte seine Nominierung, blieb beim Laufen dran und schaffte nach einem beherzten Wettkampf mit dem 34. Gesamtplatz ein überzeugendes Debüt auf der Halbdistanz.

Derweil bewies Rugovac nach seinem Raddefekt großen Kampfgeist. Auf den letzten Kilometern der Radstrecke holte er noch viel Zeit auf, ließ dabei aber so viel Körner, dass ihm bei 28 Grad auf der Laufstrecke doch etwas die Puste ausging – verständlich nach einer längeren Wettkampfpause. Aber Rugovac gab alles, um seine Kollegen nicht hängen zu lassen, lief nach 1:33:24 Stunden durch den Zielbogen und wurde mit 4:17:38 Stunden noch 54. der Einzelwertung. Die Addition der Platzziffern, geteilt durch die Anzahl der Athleten, ergab dann einen verdienten 4. Platz in der Teamwertung und zur Überraschung aller sogar einen kleinen Ausbau der Tabellenführung in der NRW-Liga.

„Noch sind zwei anstrengende Rennen zu absolvieren, aber durch diesen vierten Platz haben wir eine gute Ausgangsposition für einen eventuellen Aufstieg in die Bundesliga“, blickt HTT-Pressesprecher Kalle Dietz schon auf die letzten Rennen in Krefeld und Ratingen.