HTC steht vor dem Triumph

Von Wolfgang Volmer
Ungemein treffsicher war im ersten Finalspiel Hernes Centerin Britta Worms (r.), die bei zehn Würfen nur einen Fehlversuch hatte.  Auch Angela Delmis (Hintergrund links) setzte positive Akzente. Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPool
Ungemein treffsicher war im ersten Finalspiel Hernes Centerin Britta Worms (r.), die bei zehn Würfen nur einen Fehlversuch hatte. Auch Angela Delmis (Hintergrund links) setzte positive Akzente. Foto: Joachim Haenisch / WAZ FotoPool
Foto: Haenisch / waz fotopool

Einmal noch müssen sie stark sein. Einmal noch müssen die Basketballerinnen des Herner TC zeigen, was sie in dieser Spielzeit längst hinlänglich bewiesen haben: Dass sie die beste Mannschaft in der 2. Bundesliga Nord sind. Gewinnen die Schützlinge von Marek Piotrowski am Sonntag im Felix-Klein Gymnasium (Sprungball 16 Uhr) auch das fünfte Pflichtspiel dieser Saison gegen die gastgebende BG 74 Göttingen, stehen sie als Meister fest und haben sich sportlich für die 1. Bundesliga qualifiziert. Und die Rückfahrt im Mannschaftsbus würde zur rauschenden Party.

Ungeachtet der weiterhin offenen Frage, ob der Verein die 1. DBBL auch finanziell stemmen kann – diese Feier wollen sich die HTC-Damen nicht entgehen lassen. „Wir wollen den Aufstieg bereits am Sonntag klar machen“, schickt Cheftrainer Piotrowski eine unmissverständliche Botschaft nach Göttingen. „Und die Voraussetzungen sind gegeben.“

Das sieht man übrigens in Göttingen nicht viel anders. Nach dem 63:74 vom letzten Samstag, ihrer bislang knappsten Niederlage in Herne, glaubt BG-Trainerin Jennifer Kerns, dass ihre „Veilchen“ mit einem großen, begeisterungsfähigen Publikum im Rücken das zweite Playoff-Finale gewinnen und ein drittes, entscheidendes Spiel erzwingen können, das am nächsten Sonntag um 16 Uhr in Herne stattfinden würde.

Kerns setzt in erster Linie auf das Trio Ofa Tulikihihifo, Katarina Flasarova und Klaudia Grudzien, hofft aber, dass auch U19-Nationalspeilerin Jennifer Crowder oder die in Herne fehlende Mara Münder für Entlastung sorgen. „Flasarova hatten wir gut im Griff. Mit Grudzien hatten wir mehr Schwierigkeiten, und gegen Ofas Dominanz bei den Rebounds müssen und werden wir uns was einfallen lassen“, weiß aber auch Marek Piotrowski, wo er den Hebel anzusetzen hat. „Wir haben uns beim Training am Montag das Video des letzten Spiels genau angeschaut und wissen, was wir besser machen müssen.“

Grundsätzlich setzt er großes Vertrauen in sein gut vorbereitetes Team und glaubt, dass es auch im Göttinger Hexenkessel bestehen wird. „Vor tausend Zuschauern zu spielen, macht doch Riesenspaß. Wir freuen uns auf dieses Spiel.“

Auch auf die Party danach.