Herner EV zieht auch Krokodilen aus Hamburg die Zähne

Viel zu jubeln hatte Eishockey-Oberligist Herner EV. Gegen die Hamburg Crocodiles gewann der Tabellenführer klar mit 8:2 und baute seine Spitzenposition aus.
Viel zu jubeln hatte Eishockey-Oberligist Herner EV. Gegen die Hamburg Crocodiles gewann der Tabellenführer klar mit 8:2 und baute seine Spitzenposition aus.
Foto: Joachim Haenisch
Der Herner EV hat seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut. Das Topspiel am Sonntag wurde eine überaus klare Angelegenheit.

Mit dem vierten Sechs-Punkte-Wochenende in Folge baute der Herner EV seinen Vorsprung an der Tabellenspitze der Eishockey-Oberliga Nord weiter aus. Die Gegner aus Braunlage und Hamburg wurden souverän bezwungen.

Herner EV - Hamburg Crocodiles 8:2. 1314 Zuschauer wollten das Topspiel zwischen dem Ersten und dem Vierten der Tabelle sehen und sie wurden nicht enttäuscht.

Der Gegner aus der Hansestadt gab schon in den ersten Sekunden zwei ernstzunehmende Warnschüsse ab, doch dann ging auf der anderen Seite die Post ab. Die erste Strafzeit für die Gäste nutzte der HEV schon in Minute eins zur Führung und blieb am Drücker.

Nach knapp sieben Minuten stand ein sattes 3:0 auf der Anzeigetafel, bevor die Crocodiles allmählich wieder aus ihrer Schockstarre erwachten.

Gefährlich wurde es vor dem Tor von Michel Weidekamp immer dann, wenn der erste Hamburger Block um Ex-Nationalspieler Christoph Schubert auf dem Eis war und diese Reihe zeichnete auch für beide Gästetore verantwortlich, womit der Gegner wieder im Geschäft war. Der HEV dagegen hatte den Schwung der Anfangsphase etwas verloren.

Mit Aaron McLeods Überzahltor zum 4:2 rissen die Gysenberger die Partie wieder an sich, doch sicher fühlte sich der Vorsprung noch nicht an. Die erwartete Schlussoffensive der Gäste blieb jedoch aus.

Stattdessen forcierte der HEV noch einmal das Tempo und führte den Gegner jetzt phasenweise vor. Die Gäste hatten nichts mehr zuzusetzen, resignierten nach dem fünften Herner Treffer endgültig und wurden in den letzten Minuten von einem vor Spielfreude sprühenden HEV regelrecht abgeschossen.

Trainer Frank Petrozza war stolz auf die Leistung des Herner EV

Frank Petrozza hatte hinterher wieder einmal allen Grund, stolz auf seine Mannschaft zu sein und lobte das geschlossene Auftreten: „Es war eine gute Teamleistung. Wir haben viel Druck gemacht, leider eine 5:3-Überzahl nicht genutzt, doch das 4:2 hat uns das Momentum zurückgegeben. Die Mannschaft überrascht mich Woche für Woche aufs Neue.“

Weniger gut gelaunt war Gästetrainer Andris Bartkevics: „Wir haben gut angefangen, aber dann zu viele Positionsfehler begangen. Wir sind noch keine Oberliga-Spitzenmannschaft und müssen noch sehr viel arbeiten.“

Drittel: 3:1, 1:1, 4:0. Tore: 1:0 (0:58, 5-4) McLeod (Snetsinger/Ackers), 2:0 (3:07) Richter, 3:0 (6:39) Pietsch (Snetsinger/Verelst), 3:1 (10:36, 5-4), 3:2 (29:45, 5-3), 4:2 (38:52, 5-4) McLeod (Snetsinger/Kreuzmann), 5:2 (46:10) Dreischer (Schneider/Reckers), 6:2 (51:07, 5-4) Ackers (McLeod/Kreuzmann), 7:2 (53:59) Verelst (Snetsinger/McLeod), 8:2 (56:23) Verelst (Snetsinger/McLeod). Strafminuten: Herne 10 plus 10 (Eckl) - Hamburg 14.

EC Harzer Falken - Herner EV 1:4. Der HEV hatte sich schon am Freitag von den Harzer Falken nicht aus der Erfolgsspur bringen lassen.

Vor 512 Zuschauern feierte der Tabellenführer bei Minusgraden im offenen Wurmbergstadion von Braunlage seinen achten Sieg in Folge und revanchierte sich für die Hinspielniederlage am Gysenberg.

Jan-Niklas Pietsch sorgte schon nach 75 Sekunden aus der Distanz für die Herner Führung, doch in den nächsten Minuten suchten die Gastgeber engagiert ihre Chance. Mit einem Bauerntor glich Ryan McGrath umgehend aus und weitere Möglichkeiten gegen die nicht immer sichere Herner Abwehr folgten. Erst als Thomas Richter auf der Gegenseite zum 1:2 traf, erlahmte die Braunlager Angriffswelle.

Im nächsten Abschnitt folgte allerdings eine zweite, doch jetzt war die HEV-Defensive vor Goalie Michel Weidekamp besser sortiert. Außerdem war der Spitzenreiter in Sachen Chancenverwertung deutlich effektiver.

Der Herner EV nutzt eiskalt seine Möglichkeiten in Braunlage

Brad Snetsinger und Aaron McLeod nutzten eiskalt ihre Möglichkeiten und bauten die Führung auf 4:1 aus – mehr als eine Vorentscheidung.

Die Falken blieben bis zum Schluss bemüht, doch wirklich gefährlich wurden sie im letzten Drittel kaum noch. Der HEV spielte die Uhr abgeklärt herunter und verteidigte seinen Vier-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze sicher. „Der Schlüssel zum Sieg war das Tor zum 1:3“, analysierte HEV-Trainer Frank Petrozza.

Drittel: 1:2, 0:2, 0:0. Tore: 0:1 (1:15) Pietsch (Snetsinger/Ackers), 1:1 (3:00), 1:2 (15:18) Richter (McLeod/Pietsch), 1:3 (29:41) Snetsinger (Verelst/Pietsch), 1:4 (34:46) McLeod (Nieberle/Schneider). Strafminuten: Braunlage 0 – Herne 2.

 
 

EURE FAVORITEN