Hermes legt zweimal am Siegersteg an

Deutsche U23-Meisterschaften im Rudern auf dem Essener Baldeneysee: Gold für den Leichtgewichts-Vierer "ohne" mit Sven Keßler, Jonas Kilthau, Jannik Olssen und Konstantin Hermes (von links, Wanne-Eickel). In dieser Besetzung geht es nun zur U23 WM. Foto: Detlev Seyb
Deutsche U23-Meisterschaften im Rudern auf dem Essener Baldeneysee: Gold für den Leichtgewichts-Vierer "ohne" mit Sven Keßler, Jonas Kilthau, Jannik Olssen und Konstantin Hermes (von links, Wanne-Eickel). In dieser Besetzung geht es nun zur U23 WM. Foto: Detlev Seyb

Gold, Silber, Bronze - die Ruderer des RV Emscher Wanne-Eickel Herten sicherten sich bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften auf dem Essener Baldeneysee den kompletten Medaillensatz. Konstantin Hermes, der nun zu den U23-Weltmeisterschaften nach Trakai (Litauen) fährt, durfte sich zudem noch eine zweite Goldmedaille abholen.

Die galt schon vorher als sicher, zumal es im Leichtgewichts-Achter keine Gegenmeldung gab. Laut Statuten steht den Athleten dennoch der Titel zu, wenn sie über die Strecke fahren. Das taten Hermes und seine Mitstreiter auch gegen den Frauenachter, gaben diesem 30 Sekunden Vorsprung, der aber schnell aufgeholt war. Ein Rennen ohne echten Gegner findet auch RVE-Trainer Manfred Arend nicht glücklich, „aber die Jungs wollten gerne noch ein zweites Rennen an diesem Tag fahren.“ Eine zweite Belastung, bevor es wieder in die Vorbereitung auf die U23-WM geht.

Zuvor hatte sich Konstantin Hermes bereits Favoritengold im leichten Vierer „ohne“ abgeholt. In diesem Boot wird er auch gemeinsam mit Sven Keßler, Jonas Kilthau und Jannik Olssen die deutschen Farben in Trakai vertreten. In Essen war zeitweilig noch Sand im Getriebe. „Wir sind aus dem Training heraus gefahren“, so Hermes. Es gibt also noch Steigerungspotenzial, doch am Ende reichte es auf dem Baldeneysee zu einem sicheren Sieg, der der Crew auch die nötige Sicherheit für die große internationale Aufgabe geben soll.

Rene Stüven hat ja dieses Ziel am Ende nicht mehr erreicht, dennoch darf er mit dieser Saison nicht unzufrieden sein. Als einer der Jüngsten im U23-Team hat er bis zuletzt auf einen Nationalmannschafts-Rollsitz gehofft und diesen erst verloren, als er im Vierer „mit“ bei der Qualifikationsregatta in Ratzeburg kurzfristig mit Ersatz fahren musste. Trainer Peter Thiede gönnt seinen Jungs nun als kleine Entschädigung einen internationalen Einsatz auf der ruhmreichen Regatta in Henley. Am heutigen Dienstag geht es los und mit im Gepäck ist eine Bronzemedaille von der U23-DM aus Essen. Thiede bezeichnete die Achter-Generalprobe als gelungen. Gold ging an den U23-Nationalachter.

Sonntag griffen die Junioren vom Westhafen in der U19- und U17-Klasse zu Riemen und Skulls. Erfolgreichster Wanner war A-Junior Matthias Woszek, der im Leichtgewichts-A-Doppelzweier mit dem Ulmer Robert Reinelt auf einem guten fünften Platz landete und später im kurzfristig zusammengesetzten Leichtgewichts-Achter als Außenseiter zu einer Silbermedaille fuhr. „Die sind sehr gut rausgekommen und haben sich dann reingebissen. Ein super Erfolg“, findet Trainer Arend. Auch der Doppelzweier sei noch nicht so lange zusammen gefahren. Über 1000 Meter hätte er an einer Medaille geschnuppert, dann seien die anderen weggefahren.

Ähnlich lief es für Marie Knipfer mit Leonie Lier (Crefeld) im Juniorinnen-B-Doppelzweier. „Wir wussten, dass hier alles möglich ist und die Tagesform entscheidet“, sah sich Manfred Arend bestätigt. So war es nach einem guten ersten Abschnitt am Ende Platz fünf - genauso wie bei Lovis Heinrich, der dieses Ergebnis im Junior A-Vierer mit Steuermann erreichte. Auch hier lagen viele Boote auf Augenhöhe, ehe der Heinrich-Vierer durch eine Windböe fast aus der Bahn gedrückt wurde.

Überhaupt hatten die Ruderer am Sonntag mit äußerst widrigen Bedingungen auf dem Baldeneysee zu kämpfen. Für Rebekka Preuß wurde es Platz fünf im leichten A-Doppelvierer und Platz acht im leichten A-Doppelzweier.

 
 

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