Heimrecht soll keinen Druck erzeugen

Uwe Ross
Im Heimspiel geht’s für Westfalia Herne am Mittwoch gegen die TSG Sprockhövel.
Im Heimspiel geht’s für Westfalia Herne am Mittwoch gegen die TSG Sprockhövel.
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Der SC Westfalia Herne erwartet am Mittwoch um 18.45 Uhr in der Abisol-Arena am Schloss Strünekde die TSG Sprockhövel zum Nachholspiel und kann mit einem Dreier den Abstiegsplatz verlassen.

Der harte Winter hinterlässt beim SC Westfalia Herne noch immer seine Spuren, „die englischen Wochen“ schlauchen die Spieler ordentlich. Noch immer stehen die Strünkeder mit den meisten Nachholspielen aller Oberligaclubs in der Kreide, und demzufolge müssen sie auch am Mittwochabend wieder ran.

Um 18.45 Uhr wird in der Abisol-Arena am Schloss Strünkede die Partie gegen die TSG Sprockhövel nachgeholt, die ursprünglich zum offiziellen Rückrundenstart terminiert war. Es ist ein weiteres „Bonusspiel“ für die Westfalia, die gegenüber den heute spielfreien direkten Konkurrenten TuS Dornberg und SV Schermbeck bei Rückständen von zwei bzw. drei Punkten noch zwei Begegnungen mehr auszutragen hat. Und damit bietet sich den Strünkedern die Chance, sich nach fünfeinhalb Wochen wieder von einem Abstiegsplatz zu verabschieden.

Das ganze Umfeld des SCW hofft natürlich, dass die Mannschaft nach dem gelungen Einstand von Trainer Jörg Silberbach und sechs Auswärtspunkten jetzt auch endlich wieder zu Hause die Kurve kriegt. Immerhin liegt der letzte Heimerfolg, das 5:1 gegen Gütersloh, bereits sechs Monate zurück. „Dass wir ein Heimspiel haben, darf aber keinen zusätzlichen Druck auf die Spieler ausüben“, appelliert Silberbach an das heimische Publikum und wirbt um Unterstützung von den Rängen. „Wichtig ist, dass das Umfeld weiter geduldig ist. Spielerische Sicherheit kann man nur langsam ins Team bringen, und das ist bei den derzeit wenigen Trainingseinheiten nicht einfach. Wir sind noch nicht in der Lage, einen Gegner permanent auszuspielen und Chancen zu kreieren“, so der Trainer. Gegen die TSG Sprockhövel sieht er sein Team vor einer ganz schwierigen Aufgabe. „Das ist ein äußerst unangenehmer Gegner, der jede Mannschaft schlagen kann. Wir wollen aber mit aller Macht versuchen, zu punkten“, verspricht Silberbach.

Aus der Startformation der letzten Wochen wird heute wegen einer Knieprellung Mustafa Kaya fehlen. Ob der reaktivierte Routinier Kiki Kaup daher diesmal von Anfang an spielen wird, ließ Jörg Silberbach am Dienstag noch offen. „Das wäre eine Möglichkeit, aber es gibt auch noch andere Alternativen“, so der SCW-Trainer.