Heidicker greift wieder an

Foto: Fremdbild zur freien Verwendung

Der Emscher-Hammer, der Kooperations-Achter aus den beiden Vereinen Ruderverein Emscher Wanne-Eickel und Ruderclub Hamm, rüstet sich für die vierte Saison in der Ruder-Bundesliga (RBL). Bernd Heidicker vom RV Emscher, Olympia-Teilnehmer und zweifacher Weltmeister (Achter und Vierer), will 2012 wieder angreifen, doch gleichzeitig muss das Team auch einen Abgang vermelden.

Paul Dienstbach, Heidickers früherer Weltklasse-Vierer-Partner, zieht es beruflich nach Frankfurt und steht nicht mehr zur Verfügung. „Wir starten jetzt mit den ersten Trainingsmaßnahmen und beginnen, das Team zu formieren“, sagt Heidicker. Verstärkungen nicht ausgeschlossen. Keine Frage, der Emscher-Hammer drückte der Bundesliga stets seinen Stempel auf. Sportlich hinter Krefeld, Münster und Mülheim aktuell die Nummer vier, wollen sie 2012 wollen unbedingt in die Medaillenränge – wenn nicht sogar Seriensieger Krefeld endlich einmal ins Wanken bringen.

Dafür werden sie aber weiter fahren müssen als bislang. Statt Frankfurt, Hannover und Krefeld stehen nun Rüdersdorf (bei Berlin, am 16. Juni), Bitterfeld (14. Juli) und Duisburg (18. August) neu auf dem Saison-Fahrplan. Die bewährten Austragungsorte in Münster (8. September) und Hamburg (22. September) blieben im Programm.

Drei Gründe hätten laut Arne Simann, Sprecher der flyeralarm-Ruder-Bundesliga, den Ausschlag für die Auswahl der Regattaorte gegeben: Schweren Herzens hätte man zwar gestandenen Ausrichtern eine Absage erteilen müssen, doch jetzt liege man nahezu in einem Vier-Wochen-Rhythmus. Vergangenes Jahr hatte es noch ein geballtes Sommer-Programm gegeben. Zudem seien jetzt erstmalig alle Veranstaltungen schon im Vorfeld teil- bis vollfinanziert, so dass die RBL vermutlich in 2012 erstmals schwarze Zahlen schreiben könnte. Was ganz wichtig für den Fortbestand dieses Liga-Konzepts sei, das auch das Gute-Laune-Team vom Westhafen bislang entscheidend mitgestaltete.

Der dritte Aspekt: Im Osten und Berliner Raum sei ein deutlicher Aufschwung zu spüren, mit den Veranstaltungen in Rüdersdorf und Bitterfeld würde man diesem Trend gerecht werden. Bitterfeld mit einem ganz jungen Verein als Ausrichter biete weitere Chancen: Der Mitteldeutsche Rundfunk plant nämlich mit seiner Sommerserie „JUMP auf Tour“ eine Kooperation mit der RBL. Simann: „Wir wollen uns 2012 medial noch besser präsentieren und damit die Attraktivität steigern.“ Für die Vereine aus Nordrhein-Westfalen, die das Gros der drei Ligen bilden, fällt nunmehr ein West-Ausrichter weg (zwei statt drei).

Mit Bekanntwerden der Austragungsorte beginnt zugleich die heiße Phase der Lizensierung. RBL-Sprecher Arne Simann geht fest davon aus, dass der Aufwärtstrend fortgeführt werden kann und sich diesmal weitaus mehr als 48 Teams am Achter-Spektakel beteiligen werden. Die dritte Liga solle endlich kommen.

 
 

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