HCW sieht sich nicht chancenlos

Jerome Barth (links) vom HC Westfalia Herne in Aktion.
Jerome Barth (links) vom HC Westfalia Herne in Aktion.
Foto: FUNKE Foto Services

Beim HSC Haltern-Sythen ist der HC Westfalia Herne an diesem Samstag (19.30 Uhr, Schulzentrum) zu Gast. Die Begegnungen dieser beiden Rivalen ließen es in der Regel an Brisanz und Spannung nie mangeln. Allerdings behielt mit Ausnahme des letztjährigen Pokalduells meist Haltern die Nase vorn.

Auch heute Abend geht der Gastgeber als Favorit ins Rennen. Für die Vorteile im Rückraum sorgt allein schon Trainersohn Alexander Mazur, in der Vorsaison Torschützenkönig der Verbandsliga und auch jetzt wieder mit 96 Toren ganz vorne mit dabei. Auch die schon in der vorangegangenen Saison gewonnene Verbandsligaerfahrung spricht für den HSC, der den Kampf um die Spitzenposition auch diesmal noch nicht aufgeben muss. Aktuell liegt Haltern-Sythen auf dem vierten Tabellenplatz, vier Punkte hinter Spitzenreiter TuS Ferndorf II. Insofern lastet vielleicht etwas mehr Druck auf den Gastgeber.

Ein Wiedersehen gibt es für die Herner mit dem Ex-Westfaliaspieler Kai Westphal, der nach einem Zwischenstopp in der 3. Kreisklasse bei seinem Stammverein Elmar Herne noch einmal die Herausforderung in der Verbandsliga sucht. Die Strünkeder freuen sich auf das Spiel in Haltern, das mit der gewohnt guten Kulisse seinen besonderen Reiz hat. „Wir haben inzwischen auch Spiele gegen Mannschaften gewinnen können, die andere Ambitionen haben. Vielleicht gelingt uns mit einer kleinen Überraschung eine weitere Verbesserung unserer Ausgangslage“, sieht der spielende Co-Trainer Tim Bauer den HCW nicht gänzlich chancenlos.

Dazu muss die Defensive den nötigen Zugriff finden, nicht nur gegen Mazur, und vor allem die defizitäre Rückzugsphase verbessert werden. Wenn die Halterner vor Probleme gestellt werden sollen, sind leichte Gegentreffer unbedingt zu minimieren. Es gilt, mit geistiger Frische an den entscheidenden Stellschrauben zu drehen und sich nicht überrollen zu lassen. Westfalia setzt auch auf das mögliche Plus durch das Torwartgespann Müller/Greger, das die Abwehrstabilität steigern und die Ausgangsposition für die in einer Woche beginnende Rückrunde nochmals verbessern kann. Tim Bauer selbstbewusst: „Wir haben keinen Grund, nervös zu agieren.“

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