Hauffe bangt weiter um Olympia

Enttäuscht: Der erneut umgebaute Vierer mit (v.l.) Sebastian Schmidt, Ersatzmann Maximilian Munski, Toni Seiffert und dem Wanne-Eickeler Gregor Hauffe. Foto: Detlev Seyb
Enttäuscht: Der erneut umgebaute Vierer mit (v.l.) Sebastian Schmidt, Ersatzmann Maximilian Munski, Toni Seiffert und dem Wanne-Eickeler Gregor Hauffe. Foto: Detlev Seyb
Foto: Detlev Seyb

Erst verpasste Gregor Hauffe denkbar knapp einen Rollsitz im Deutschlandachter. Jetzt, nach dem zwölften Platz beim Weltcup-Finale in München, gerät für den Ruderer vom RV Emscher Wanne-Eickel sogar der Olympia-Startplatz im Vierer „ohne“ in Gefahr.

Nach drei erfolgreichen Jahren mit drei Achter-WM-Titeln in Folge erlebt der 30-Jährige eine turbulente Saison, die in München in Sachen Olympia-Nominierung hätte Klarheit bringen sollen. „Sportlich ist für mich eigentlich schon in Luzern die Entscheidung gefallen“, war Trainer Werner Nowak ebenso wie die Mannschaft guten Mutes, die den Weltcup aus dem Training heraus gefahren ist. Daran hat es aber nicht gelegen, dass die Herausforderer aus dem Osten nun Aufwind spüren.

Die Mannschaft fühlte sich gut vorbereitet und besser als vor den vorherigen Weltcups. Doch erneut machte die Gesundheit dem Team mit Sebastian Schmidt, Urs Käufer, Toni Seifert und Gregor Hauffe einen Strich durch die Rechnung, nachdem sie schon zum in Belgrad zurückgeworfen worden war (Gregor Hauffe schied mit Asthmaproblemen nach dem Vorlauf aus). Diesmal erwischte es nach einem guten Vorlauf (Platz zwei und damit Direkteinzug ins Halbfinale) Urs Käufer, der mit Rückenproblemen für die weiteren Rennen ausfiel. Maximilian Munski sprang ein. „Ad hoc ist es schwierig, einen Ersatzmann einzubauen“, sagte Trainer Werner Nowak: „Es lief gar nichts zusammen.“ Deutschland I mit Gregor Hauffe verpasste als Halbfinal-Fünfter deutlich den Finaleinzug, Deutschland II kam im Parallel-Lauf auf den undankbaren vierten Platz.

Nachdem der Hauffe-Vierer dem direkten Duell im Vorlauf einen klaren Stempel aufgedrückt hatte (Deutschland II musste als Vierter in den Hoffnungslauf), kam es somit im B-Finale zum erneuten Duell der beiden deutschen Boote. Diesmal wendete der Ost-Vierer das Blatt und gewann, Sebastian Schmidt, Maximilian Munski, Toni Seifert und Gregor Hauffe kamen überhaupt nicht mehr auf Touren und fielen nach einem Krebs deutlich ans Ende des Feldes zurück.

Der Frust bei den Athleten war groß, zumal jetzt alles offen ist. Der Trainerrat soll jetzt alle Möglichkeiten ausloten, denn der Deutsche Ruderverband (DRV) möchte bei den Olympischen Spielen in London im Vierer „ohne“ eine Medaille in Angriff nehmen. In Luzern hatte der Hauffe-Vierer noch im Finale gestanden. Laut DRV-Cheftrainer Hartmut Buschbacher soll in diesen Tagen eine Entscheidung fallen, in welcher Formation der Vierer in England starten soll. Nur soviel steht fest: Es gibt acht Bewerber für vier Rollsitze.

 
 

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