Für Knappmann zählt in Wickede nur ein Sieg

Das hat gepasst: Beim Test gegen die Schalker U23 legten Dejan Petrovic (links) und Marko Onucka jeweils dem anderen einen Treffer auf. So darf es in Wickede gern weitergehen.
Das hat gepasst: Beim Test gegen die Schalker U23 legten Dejan Petrovic (links) und Marko Onucka jeweils dem anderen einen Treffer auf. So darf es in Wickede gern weitergehen.
Foto: Michael Korte
Beim Tabellenelften in Dortmund darf sich der SC Westfalia Herne keinen Ausrutscher erlauben. Vespermann darf auf Startelf-Debüt hoffen.

Von einer Ergebniskrise zu reden, wäre sicherlich übertrieben. Nur einen von sechs Punkten aus den letzten beiden Westfalenligaspielen geholt zu haben, ist für die Ansprüche des SC Westfalia Herne allerdings deutlich zu wenig. Erst recht für die ihres Trainers. Folgerichtig erwartet Christian Knappmann von seinen Jungs, am Sonntag alle drei Punkte beim BV Westfalia Wickede abzugreifen, um möglichst bald wieder auf den Tabellenthron zurückkehren zu können.

Die Partie wird um 15 Uhr im Pappelstadion am Fränkischen Friedhof 75 angepfiffen. Dort, in Sicht- und Hörweite des Dortmunder Flughafens, hat Knappmann vor knapp elf Monaten auch seinen Einstand als SCW-Trainer gegeben. „Das war ein sehr turbulentes Spiel“, erinnert sich der einstige Sturmtank. „Genauso übrigens wie das Rückspiel. Und beide endeten 3:3.“

Ein Ergebnis, mit dem er diesmal nicht zufrieden wäre. „Klar ist Wickede eine gute Mannschaft, die Form ist aber nicht so prickelnd“, verweist er auf das jüngste 0:4 der Dortmunder in Hordel. „Das ist ein Gegner, den wir schlagen müssen. Vom Papier her, weil wir als Zweiter beim Elften antreten, aber auch, weil die Mannschaft nach den letzten Ergebnissen in der Bringschuld ist.“

Dabei spiele es keine Rolle, dass er die gesperrten Enes Kaya, Philipp Rößler, Maurice Haar und Robin Klaas sowie den verletzten Frederik Streit ersetzen müsse. „Dann spielen eben andere“, sieht der Trainer genug Alternativen. Zum Beispiel Nils Vespermann. Das Herner Eigengewächs hat am Dienstag seine Chance genutzt und als Sechser gegen die Schalker Regionalligamannschaft eine starke Halbzeit gespielt. „Er hat nicht ohne Grund gegen Schalke gespielt. Kann sein, dass er beginnen darf“, macht der Trainer dem 19-Jährigen Hoffnung auf einen Startelf-Einsatz. Ohnehin dürfte die Mannschaft stark jener ähneln, die sich am Dienstag mit dem 4:1 gegen Schalke für die schwache erste Halbzeit gegen Wiemelhausen rehabilitierte.

Wie der SCW verfügt auch Wickede über namhafte Akteure. Im Angriff sticht Andreas Toetz (4 Tore) heraus, auch Benedict Zwahr ist brandgefährlich. Was Markus Scherff an einem guten Tag leisten kann, weiß man aus seiner Zeit beim DSC noch sehr gut. Eine feste Größe im Team von Marco Schott ist auch Marcel Großkreutz, der ältere Bruder des früheren Nationalspielers.

 
 

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