FdG-Damen bleiben alles schuldig

Auch dieser Herner Block (rechts) stellte die Angreiferin aus Hörde vor keine unüberwindliche Hürde.
Auch dieser Herner Block (rechts) stellte die Angreiferin aus Hörde vor keine unüberwindliche Hürde.
Foto: Joachim Haenisch
  • Absolut chancenlos waren Hernes Regionalliga-Volleyballerinnen beim 0:3 gegen den TV Hörde
  • Zwei Wochen nach dem ersten „Dreier“ läuft bei den FdG-Damen überhaupt nichts zusammen
  • Zweitvertretung schafft mit einem 3:1-Sieg den Anschluss ans Mittelfeld der Landesliga

Einen rabenschwarzen Tag erwischten die Oberliga-Volleyballerinnen der SG Friedrich der Große. Zwar mussten sie erneut auf mehrere Stammspielerrinnen verzichten, das allein aber taugt nicht als Erklärung für die desolate Vorstellung vor eigenem Publikum. Besser machte es die Landesliga-Reserve, die zwar auch nicht durchgehend am Limit spielte, letztendlich aber verdient alle drei Punkte zuhause behielt.

Oberliga Damen: SG FdG Herne - TV Hörde 0:3 (10:25, 14:25, 19:25). Irgendwann musste es ja passieren, aber es hat trotzdem wehgetan. Die FdG-Damen mussten die erste richtige Klatsche in der Oberliga quittieren. Auch wenn etliche Leistungsträgerinnen krank fehlten: So darf man sich nicht präsentieren, jedenfalls nicht zuhause und schon gar nicht gegen einen Titelaspiranten.

Schon die Körpersprache vor dem Anpfiff ließ erahnen, dass es ein von Mut- und Leidenschaftslosigkeit geprägtes Spiel werden würde. Stimmung kam daher nur auf Seiten der Gäste auf, während sich die Gastgeberinnen von Beginn an in ihr vermeintliches Schicksal ergaben. Abgesehen von Galina Knaus, die unermüdlich versuchte, ihre Mitspielerinnen zu motivieren, gab es wenig Erfreuliches zu sehen. Vieles blieb im Versuchsstadium stecken, folgerichtig gab es die Höchsstrafe. Auch für die Zuschauer.

Eigentlich war die schwache Vorstellung so nicht vorhersehbar, hate sich das FdG-Team doch in den letzten Wochen stetig gesteigert. Diesmal aber gab es im gesamten Herner Spiel viele Baustellen, und Hörde musste nicht einmal ansatzweise am Limit spielen, um drei Punkte zu entführen. Oft reichten schon die Aufschläge, lange Ballwechsel blieben Fehlanzeige. Es war ein schnelles Spiel. Auf Herner Seite wollte einfach nichts gelingen und das deutlich bessere Team nahm völlig verdient die Zähler mit.

FdG I: Froitzheim, Heynck, Knaus, Noch, Ress, Rietz, Salumu, Simanzik, Voss.

Landesliga: SG FdG Herne II - TV Voerde 3:1 (25:23, 20:25, 25:12, 25:21). Gegen den direkten Tabellennachbarn fuhren die Hernerinnen in eigener halle den ersten Dreipunkte-Sieg dieser Spielzeit ein. Nach einem zähen Beginn kamen die FdG-Damen Mitte des ersten Satzes besser ins Spiel und erarbeiteten sich vor allem dank guter Aufschläge eine deutliche Führung. Zwar steigerten sich dann auch die Gäste und kamen noch einmal etwas näher heran, zur Wende aber reichte es nicht mehr. Mit dem Satzvorsprung im Rücken ließen es die Hernerinnen etwas ruhiger angehen, verschliefen den Start in den zweiten Satz und liefen hernach einem Rückstand hinterher. Vergeblich. Die Unsicherheiten in der Annahme und im Aufschlag ließen sich nicht mehr kompensieren und führten unweigerlich zum Satzausgleich.

Das aber reichte als Wachmacher. Im dritten Durchgang zeigte die FdG-Reserve, was sie vor allem in der Offensive zu bieten hat. Mit starken Aufschlägen und abwechslungsreichem Angriffsspiel dominierte sie eindeutig das Geschehen und traf kaum noch auf nennenswerte Gegenwehr. Mit gestärktem Selbstvertrauen ging es in den vierten Satz, im dem sich Friedrich der Große schnell deutlich absetzte. Zum Ende hin schlichen sich wieder einige Unsicherheiten im Spielaufbau ein, der Vorsprung aber war groß genug, um nicht mehr in Gefahr zu geraten.

FdG II: Evers, Gerstberger, Kraft, Kranz, Kruska, Kühn, Lietschulte, Ress, Sivara, Thyes.

 
 

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