Emscher-Hammer will sein Potenzial zeigen

Auf dem Kalksee in Rüdersdorf wollen sich die Ruderer des Emscher-Hammer mächtig in die Riemen legen.
Auf dem Kalksee in Rüdersdorf wollen sich die Ruderer des Emscher-Hammer mächtig in die Riemen legen.
Foto: ALEXANDER PISCHKE

Der erste Renntag der Prodyna-Ruder-Bundesliga in Frankfurt am Main endete mit dem zwölften Platz für den Emscher-Hammer, der Renngemeinschaft aus RV Emscher Wanne-Eickel und RC Hamm, katastrophal. An diesem Wochenende will die Mannschaft in Rüdersdorf bei Berlin ihr volles Potenzial ausschöpfen und zeigen, was in ihr steckt.

Doch dieses Vorhaben könnte sich schwieriger gestalten, als noch in Frankfurt gedacht. In der „Main-Arena“, direkt am Schaumainkai mit der Frankfurter Skyline im Hintergrund, hatte der Achter um Schlagmann Felix Feldhaus sehr mit den äußeren Bedingungen und den Schiedsrichtern zu kämpfen. „Frankfurt ist optisch gesehen eine wahnsinnig schöne und spektakuläre Rennstrecke, jedoch ist der Main nicht gerade ein ideales Gewässer, wenn es um Entscheidungen im Hundertstelsekunden-Bereich geht. Da stören dann Aspekte wie die Strömung oder auch der Wind. Wir müssen da aber ehrlich zu uns sein und zugeben, dass wir wohl ein wenig mit den Bedingungen überfordert waren und auch die Fehler bei uns suchen. Aber auch eine fragwürdige Entscheidung der Wettkampfrichter in einem entscheidenden Rennen hat uns das Leben nicht gerade erleichtert. Aber wir wollten das Geschehene schnell abhaken und unseren Fokus auf Rüdersdorf legen“, erklärt Feldhaus.

Kein optimales Training

Das mit dem Fokus stellte sich schwieriger dar als gedacht. Mit ein wenig Wut im Bauch über das verschenkte Potenzial, waren sich alle einig, dass der Kanal nur so glühen wird, da der Emscher-Hammer unentwegt trainieren wird. Aber wieder einmal gestaltete sich das gemeinsame Training äußerst schwierig. Einige der Athleten befinden sich gerade in den Examensvorbereitungen oder Studium bedingten Praktika, andere nahmen den lange geplanten Urlaub in Anspruch, und der Krankenstand ist auch noch nicht geschrumpft. So war die Crew vom Rhein-Herne-Kanal bisher nur ein einziges Mal im Achter auf dem Wasser. „Wir sind selber ein wenig enttäuscht, dass wir so wenig den Achter trainiert haben. Dafür sind wir dann im Vierer oder Zweier aufs Wasser gegangen, um wenigstens ein paar gemeinsame Trainingskilometer hinzubekommen. Aber das Achter-Rudern leidet schon darunter, zumal wir noch nicht ideal eingefahren sind. Auch tauschen wir das komplette Material für Rüdersdorf, was noch mal eine enorme Umstellung bedeutet“, sagt Emscher-Hammer-Urgestein Alexander Palfner.

Die wunderschön im Grünen gelegene Natursee-Strecke in Rüdersdorf bietet nicht nur für die Athleten perfekte Sprint-Bedingungen, sie ist auch für die Zuschauer attraktiv. Von Land aus kann man jeden Meter der Strecke überblicken und seiner favorisierten Mannschaft die Daumen drücken.

Platz vier im letzten Jahr

„Wir haben wirklich gute Erinnerungen an Rüdersdorf. Letztes Jahr fand dort die erste Etappe der Saison statt, und wir waren uns wirklich unsicher, was wir drauf haben. Doch Rüdersdorf empfing uns mit strahlendem Sonnenschein, und auch die Organisatoren hatten alles top im Griff und waren stets zur Stelle. Auch legten wir dort einen für uns grandiosen Start hin und wurden am Ende des Tages Vierter. Damit hatte wirklich niemand von uns gerechnet. Vielleicht schaffen wir es auch in diesem Jahr, uns wieder selbst zu überraschen“, hofft Mannschaftskapitän Frank Wustmann. Kraftpaket Max Bandel fügt scherzend hinzu: „Rüdersdorf ist den meisten ja bisher nur durch seinen Kalkstein bekannt. Ich hoffe, wir können das mit der Ruder-Bundesliga ein wenig ändern und dass der Emscher-Hammer einen sehr großen Teil mit seinem Auftreten dazu beiträgt.“

 
 

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