Emscher-Hammer will auf der Wedau zuschlagen

Voll ins zeug legen will sich der Emscher-Hammer in Duisburg.
Voll ins zeug legen will sich der Emscher-Hammer in Duisburg.
Foto: frei

Am Wochenende findet die dritte Etappe der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) auf der Regattastrecke im Sportpark Wedau in Duisburg statt. Auch der Emscher-Hammer ist wieder mit von der Partie. Lief es an den vergangenen Renntagen noch nicht so richtig rund für die Ruhrpott-Crew, soll es dieses Mal wieder besser klappen.

Nachdem es den MSV Duisburg in die dritte Liga verschlagen hat, wird in Duisburg wieder erstklassiger Sport geboten. Keine 500 Meter Luftlinie vom Stadion entfernt gastiert die RBL auf der international genutzten Rennstrecke. Im vergangenem Jahr wusste die Wedau schon als Austragungsort der ersten und zweiten Liga zu überzeugen, dieses Jahr soll es wieder genauso spektakulär werden. Doch was der Emscher-Hammer dort zeigen wird, bleibt abzuwarten. „Wir müssen uns auf jeden Fall steigern. Wir sind nur sechs Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt. So schlecht waren wir noch nie“, erklärt Steuerfrau Stefanie Winkelmann vom RV Emscher Wanne-Eickel.

Winkelmann weiter: „Jedoch ist es im Mittelfeld dieses Jahr wirklich eng, wenn man sich die Punkte und Platzierungen genauer ansieht. Blickt man sechs Punkte weiter nach oben in der Tabelle, steht dort der Siebtplatzierte.“ Arne Simann, Pressesprecher und Mitinitiator der Ruder-Bundesliga, erklärt die knappen Abstände so: „Die Mannschaften in der ersten und zweiten Liga werden immer professioneller. Sie bereiten sich gezielter auf die Wettkämpfe vor und haben ihr Training von der früher üblichen 2000m-Wettkampfdistanz auf die Sprintstrecke von 350m angepasst. Das sieht man in jedem Rennen, da die Zieleinläufe immer öfter von einer Zielkamera ausgewertet werden müssen. Und das schlägt sich natürlich auch im Bild der Tabelle nieder. Der frühere Medaillenkandidat, der Emscher-Hammer, muss da einfach Federn lassen, weil sie nicht so konstant trainieren wie die andern Top-Mannschaften.“

Zweiter Weltmeister an Bord

Aber die Recken aus Wanne-Eickel und Hamm tun alles, um den Anschluss nicht zu verpassen. So haben sie mit Urs Käufer jetzt einen weiteren international erfolgreichen Ruderer gewonnen. Neben Achterweltmeister Bernd Heidicker ist Käufer der zweite Weltmeister an Bord des Emscher-Hammer. Der Psychologiestudent verstärkt die Crew auch bei den noch folgenden Regatten. „Ich wäre gerne schon früher zur Mannschaft gestoßen, jedoch war ich sehr stark in meine Bachelorarbeit eingebunden. Nun bin ich gespannt, was mich erwartet. Bisher kenne ich die RBL nur als Zuschauer und jetzt bin ich aktiv dabei. Ich freue mich total, endlich das Feeling live miterleben zu dürfen“, so Urs Käufer. „Nachdem ich bisher nur auf der olympischen Distanz unterwegs war, ist das eine willkommene Abwechslung für mich. Ich hoffe, ich kann meinen Teil dazu beitragen, dass wir wieder aus dem Tabellenkeller heraus gerudert kommen.“

Über das so wichtige optimale Zusammenspiel der Kräfte machen sich die Ruhrpott-Ruderer keine Sorgen. Käufer hat mit einigen Athleten des Emscher-Hammer etliche Trainingskilometer absolviert. Auch das war einer der Gründe, weshalb er sich für die Gute-Laune-Truppe entschieden hat.

Sieg beim Ruhr-Sprint

Vor gut drei Wochen überbrückte die Mannschaft beim Ruhr-Sprint in Bochum die lange Sommerpause von acht Wochen. Zwar errang sie den Sieg, jedoch fehlte die direkte Konkurrenz aus der ersten Liga. „Wir haben immer noch ein Trainingsdefizit gegenüber den anderen Mannschaften, da wollten wir die Gelegenheit nutzen, um unseren Wettkampfschlag zu verfeinern. Wir haben dort einen guten Überblick über unser Leistungsvermögen bekommen und wissen nun, woran wir noch arbeiten müssen“, erklärt Teamkapitän Frank Wustmann.

Duisburg stellt das „Bergfest“ der Saison dar und ist daher besonders wichtig. Schafft es der Emscher-Hammer dort nicht, sich in der Tabelle nach oben zu kämpfen, wird es an den verbleibenden zwei Wettkampftagen umso schwerer.

 
 

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