Emscher-Hammer vom Main verschluckt

Der „Emscher-Hammer" beim Saisonauftakt 2014 in Frankfurt/Main
Der „Emscher-Hammer" beim Saisonauftakt 2014 in Frankfurt/Main
Foto: frei

Mit gemischten Gefühlen waren die Ruderrecken angereist, ernüchtert kehrten sie aus Frankfurt zurück. Der „Emscher-Hammer“, die seit Jahren bewährte Truppe von Ruderern des RV Emscher Wanne-Eickel und vom RC Hamm, war vom Main förmlich verschluckt worden und beendete die erste Etappe der PRODYNA Ruder-Bundesliga auf einem enttäuschenden zwölften Platz – dicht vor den Abstiegsrängen.

Individuell hatten sich die Athleten im Winter zwar gut vorbereitet, aber eine gemeinsame Trainingseinheit mit den Pred8oars aus Bonn und Leverkusen hatte gut eine Woche vor der Auftaktregatta für Verunsicherung gesorgt. In zwei von drei Trainingsrennen fuhr der Hammer deutlich hinterher.

Mit diesem ernüchternden Ergebnis reiste die Crew um Schlagmann Felix Feldhaus nach „Mainhattan“. „Wir haben unsere Schlüsse aus den Niederlagen gegen die Pred8oars gezogen und in zwei Einheiten versucht, an unserer gemeinsamen Rudertechnik zu arbeiten“, so Feldhaus. Teamkapitän Frank Wustmann weiter: „Wir wussten, dass wir in Frankfurt eine sehr schwierige Ausgangslage hatten. Der Main ist unberechenbar, was Strömung und Wellengang angeht. Zudem war unser Durchschnittsgewicht leicht über der zulässigen Grenze unseres Bootes. Trotzdem waren alle Athleten hoch motiviert und freuten sich auf den ersten Start im Jahr.“

„Ich werde knallhart durchgreifen“

Doch was sich im Training angekündigt hatte, bestätigte sich bereits im Zeitfahren. Der Emscher-Hammer kam nicht über den zwölften Platz hinaus. Nur drei Boote waren langsamer als die Crew vom Rhein-Herne-Kanal. Zwar konnte die Mannschaft sich über Achtel- und Viertelfinale steigern, doch kostete das so viel Energie, dass im Halb- sowie im Finale die Luft raus war.

Am Ende des Tages war das Ergebnis des Zeitfahrens bestätigt, der Emscher-Hammer landete auf Rang zwölf. „Dass wir nicht unter die ersten fünf Boote fahren würden, war uns klar. Dass wir jedoch so weit hinten landen, damit hatten wir nicht gerechnet. Die Mannschaft hat sich zwar im Verlauf besser gefunden, allerdings haben wir auch ordentlich Wasser durch das leichte Übergewicht in unser Boot bekommen und wurden buchstäblich vom Main verschluckt“, bilanzierte Steuerfrau Katharina Golücke. Golücke weiter: „Das Gute ist, dass wir wissen, woran es gelegen hat. Wir werden daraus Konsequenzen ziehen und bis zum nächsten Start in Dortmund in drei Wochen einiges umstellen.“

Auch Trainer Wustmann ließ eine Kampfansage folgen: „Dortmund sehen wir als Heimstrecke an, da einige unserer Mitglieder dort wohnen und es mittig zwischen Hamm und Herne liegt. Da wollen wir nicht noch einmal so hinterherfahren, sondern zeigen, welches Potenzial tatsächlich in uns steckt. Ich werde ab sofort knallhart durchgreifen, wenn jemand aus der Reihe tanzt.“

Potenzial hat die Mannschaft, bedenkt man, wie viel Bundesliga-Erfahrung in dem Achter sitzt. Auch die individuellen Trainingsergebnisse waren durch die Reihe gut. „Im Kraftraum habe ich schon einige Verbesserungen beobachten können, auch die Zeiten auf dem Ruderergometer sind vielversprechend“, so Fitness-Coach Gregor Hauffe.

„Heimrennen“ auf dem Phönix-See

Am 21. Juni wird sich heraus stellen, ob sich was getan hat im Boot des Emscher-Hammer. Dann gastiert die Bundesliga zum ersten Mal in Dortmund auf dem neu geschaffenen Phönix-See. Vor den Augen einiger BVB- Stars, die dort ihre Villen haben, werden sich dann Deutschlands schnellste Achter messen.

 
 

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