Emscher-Hammer trotzt dem Sturm

Der Emscher-Hammer holte in Bitterfeld die Bronzemedaille.
Der Emscher-Hammer holte in Bitterfeld die Bronzemedaille.

Dass der vierte Platz des neu formierten Emscher-Hammers zum Bundesligastart in Rüdersdorf kein Zufall war, bewies der Kooperations-Achter des RV Emscher Wanne-Eickel und des RC Hamm in Sachsen-Anhalt. Auf der zweiten Etappe in Bitterfeld-Wolfen sicherte sich das Team um Kapitän Frank Wustmannmit Platz drei die erste Medaille der neuen Saison.

Im Goitzsche-Stadthafen hatten die besten deutschen Vereinsachter nicht nur mit der Konkurrenz zu kämpfen, sondern auch mit chaotischen Wetterbedingungen. Pünktlich zu den Time Trials zog ein heftiger Sturm auf, der mehrere Zelte und einen Teil der Beschallungsanlage ins Wasser fegte. Auch einige Boote wurden beschädigt, der Emscher-Hammer erlitt aber keineswegs einen Totalausfall.

Allerdings musste Bugmann Falk Müller nach dem Auftakt aufgrund starker Rückenbeschwerden auf weitere Starts verzichten. Doch dank des Regelwerks, das bis zu vier Ersatzleute zulässt, war auch dieses Problem schnell gelöst. Ex-Weltmeister Bernd Heidicker vom RV Emscher, der eigentlich nur für die letzten zwei Läufe vorgesehen war, griff nun früher als geplant ins Renngeschehen ein. Nach einem Sieg im Achtelfinale rief die Mannschaft um Schlagmann Max Bandel im Viertelfinale dann nicht ihr volles Potenzial ab, sicherte sich mit einem zweiten Platz dennoch den wiederholten Einzug unter die besten vier Boote.

Wieder gegen Krefeld

Im Halbfinale hieß der Gegner einmal mehr Krefeld, und erneut ließ der Champion der letzten Jahre keinen Zweifel aufkommen, wer die Nummer eins im Ligageschehen ist. Mit zwei Sekunden Vorsprung verwies der Crefelder Ruder-Club den Emscher-Hammer ins kleine Finale. Dort jedoch zeigte die Crew vom Rhein-Herne-Kanal gegen den RV Rauxel nochmal ihr Können, dominierte vom Start an das Rennen und sicherte sich somit den Bronzerang.

„Wir sind wirklich froh, am Ende dieses verregneten und stürmischen Tages eine Medaille abgeräumt zu haben. Auch der Wechsel in das modernere Boot ist zweifelsohne geglückt. Hoffen wir, dass wir es noch einmal nutzen können. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt schon auf die kommenden Wettkämpfe, um uns noch die ein oder andere Medaille abzuholen“, so Steuerfrau Stefanie Winkelmann.

 
 

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