Emscher-Hammer schlägt wieder zu

Volle Schlagzahl: Der Emscher-Hammer auf dem Aasee.
Volle Schlagzahl: Der Emscher-Hammer auf dem Aasee.
Foto: Alexander Pischke, RBL

Die Ruderer vom Rhein-Herne-Kanal werden immer schneller. Am dritten Wettkampftag der Ruder-Bundesliga sprinteten die Männer im „Weißen Wal“ unter dem neuen Namen MySugardaddy-Emscher-Hammer erstmals nach einiger Zeit wieder aufs Treppchen – Platz drei auf dem Aasee in Münster, Bronze für die Renngemeinschaft aus RV Emscher Wanne-Eickel und RC Hamm.

Und auch in der Tabelle verbesserte sich der heimische Achter mit jetzt 31 Punkten vom vierten auf den dritten Platz. Nur Seriensieger Crefelder Ruder-Club (39) und der aktuelle Tabellenführer Frankfurter RG Germania (41) rangieren vor dem Emscher-Hammer.

„Wir sind in Bestbesetzung und mit großen Erwartungen nach Münster gefahren. Das Training in den letzten Wochen ist nahezu reibungslos verlaufen. Gute Technik, solider Bootslauf und eine hohe Grundgeschwindigkeit – das hat uns teilweise schon euphorisch werden lassen“, sagte Trainer Gregor Hauffe nach dem Renntag.

Zielfotoentscheid im Finale

In den Zeitläufen lief es allerdings noch nicht optimal für den heimischen Achter. aber Rang fünf, und damit eine Platzierung um oberen Teil des Tableaus, war eine gute Ausgangslage. Hauffe: „Wir wissen, dass Rennsimulationen im Training immer was anderes als der tatsächliche Bord-an-Bord-Kampf mit dem Gegner ist. Adrenalin, Aufregung und Siegeswille müssen kanalisiert und in Geschwindigkeit umgemünzt werden.“ Und das gelang den „Kanten vom Kanal“ in den K.o.-Rennen bestens.

In seinem Achtelfinale setzte sich der Emscher-Hammer knapp vor den Pred8aors aus Bonn und mit deutlichem Vorsprung auf das Sprintteam Mülheim und den WikingAchter Berlin durch.

Im Viertelfinale ging es dann richtig eng zu. 0:53.81 Minuten für den aktuellen Tabellenführer Frankfurter RG Germania zeigte die Uhr an, für den Emscher-Hammer wurden 0:53.93 Minuten gemessen – ein Wimpernschlag. Diese hauchdünne Niederlage bedeutete, dass das heimische Großboot nun auf den Seriensieger und amtierenden Champion Crefelder Ruder-Club traf. Und erneut hatte die Crew von Gregor Hauffe denkbar knapp mit 15 Hundertstelsekunden das Nachsehen.

An der Moral von Steuerfrau Marie Knipfer und ihren Athleten an den Riemen konnte dieses Resultat aber nicht knabbern. Im Kampf um Platz drei hielt der Emscher-Hammer die Bonner Pred8aors erneut auf Distanz, und die Crew durfte die Bronzemedaille bejubeln. Platz eins sicherte sich erstmals in dieser Saison Crefeld nach Zielfotoentscheid für den Frankfurtern.

„Wir haben in den letzten Wochen wohl einiges richtig gemacht. Das war ein Ausrufezeichen für uns und ein Fingerzeig in Richtung der Gegner. Im Vergleich zu den Booten auf den beiden Plätzen vor uns fehlten uns lediglich zwei Zehntelsekunden, ca. 30 Zentimeter – das ist einholbar“, zeigte sich Trainer Hauffe kämpferisch.

Bis zum nächsten Renntag in Leipzig sind es noch knappe fünf Wochen, in denen an der Physis und vor allem der Technik im Boot gearbeitet werden soll. „Dazwischen steht für uns aber ein weiterer Höhepunkt an: Diverse Bierrunden auf unserer geliebten Cranger Kirmes“, verspricht Hauffe zur Auflockerung.

 
 

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