Emscher-Hammer möchte zuschlagen

Der Emscher-Hammer beim Training auf dem Rhein-Herne-Kanal.
Der Emscher-Hammer beim Training auf dem Rhein-Herne-Kanal.
Foto: Privat

An diesem Samstag wird die Prodyna Ruder-Bundesliga sechs Jahre alt, ist somit auch dem Kindergartenalter entwachsen und wird endlich eingeschult. Dies will sich der Emscher-Hammer natürlich nicht entgehen lassen und ist bei der ersten Etappe in Frankfurt am Main wieder mit von der Partie.

Im Rahmen des Frankfurter Ruderfest werden am Samstag wieder die sprintstärksten Achter Deutschlands in drei Ligen gegeneinander antreten. Die Renngemeinschaft aus den beiden Vereinen Ruderclub Hamm und Ruderverein Emscher Wanne-Eickel/Herten wird sich auch in diesem Jahr mit 15 weiteren Achtern aus der ersten Liga messen. Im letzten Jahr schloss die Mannschaft die Saison auf dem neunten Platz im Gesamtklassement ab – und verfehlten damit deutlich ihr Ziel, sich unter den besten Fünf festzubeißen.

Verstärkungen mit Erfahrung

In diesem Jahr wollen sich die Mannen vom Rhein-Herne-Kanal wieder im oberen Mittelfeld platzieren. Dafür haben sie sich auch Bundesliga-Erfahrene Athleten mit ins Team geholt, wie Michael Reckzeh, der im letzten Jahr noch für die Pred8oars, die Renngemeinschaft aus Leverkusen und Bonn, gefahren ist. Auch neu dabei ist Matthias Borghorst vom Sprintteam Mühlheim sowie Daniel Holert aus Hamburg, der nach einer längeren Pause wieder ins Renngeschehen eingreifen möchte; diesmal allerdings für den Emscher-Hammer. Alle drei haben schon einiges an Erfahrung in der RBL und konnten auch schon kräftig Medaillen sammeln.

Aber nicht nur an den Riemen wurde die Mannschaft verstärkt, auch darüber hinaus verzeichnen die Mannen um Teamkapitän und Trainer Frank Wustmann einen prominenten Neuzugang. Gregor Hauffe, Weltmeister im Achter und Urgestein des RV Emscher Wanne-Eickel, konnte als Fitness-Coach gewonnen werden. „Er hat die Jungs individuell im Kraftraum betreut und ihnen zwei Programme zusammengestellt, mit der die Schnellkraft und gleichzeitig auch die Regenerationsfähigkeit verbessert werden konnte“, erklärt Wustmann. Doch leider konnte die persönliche Verbesserung Einzelner noch nicht ins Boot mit übernommen werden. Am vergangenen Wochenende lud der Emscher-Hammer die Pred8oars zu sich auf den Rhein-Herne-Kanal ein, um sich im Training unter Wettkampfbedingungen zu messen. „Schon seit Jahren verbindet unsere beiden Teams eine enge Freundschaft. Wir fahren gemeinsam Wettkämpfe außerhalb der RBL, und wir haben auch intern schon einiges an Personal getauscht, so wie auch dieses Jahr wieder. Max Bandel hat unser verlassen, dafür haben wir Michael Reckzeh bekommen“, erläutert Pressesprecher Falk Müller die Einladung. Müller weiter: „Diese Standortbestimmung eine Woche vor Saisonbeginn kam uns sehr gelegen, da wir in diesem Jahr noch keinerlei Rennerfahrung sammeln konnten. Leider, oder auch Gott sei Dank, waren die Pred8oars in zwei von drei Aufeinandertreffen deutlich schneller als wir. Aber so konnten wir unsere Fehler erkennen, an denen wir noch arbeiten müssen.“

Jungs wollen das Adrenalin spüren

„Wir haben diese Einladung dankend angenommen, denn auch wir hatten bisher keine Gelegenheit, unser Können zu testen. Auch für die RBL-Unerfahrenen, die wir dieses Jahr im Boot haben, war es eine tolle Sache. So konnten sie schon einmal ein wenig das Feeling spüren, wie es sich anfühlt an der Startampel zu liegen“, kommentiert Hauke Skoda von den Pred8oars.

Der Emscher-Hammer konnte wertvolle Erfahrungen gegen die Pred8oars sammeln, doch ob diese Erkenntnis reicht, um so kurz vor dem ersten Start in Frankfurt die gefundenen Fehler auszumerzen, bleibt abzuwarten. Am Samstag um 10:44 Uhr startet die Saison für die Renngemeinschaft aus Hamm und Herne und wird in diesem Punkt Gewissheit bringen. „Wir haben für unsere Verhältnisse in diesem Winter gut trainiert, die Jungs sind alle heiß und wollen endlich wieder das Adrenalin spüren. Wir werden sehen, wie sie sich schlagen, und auch wenn wir nicht nach unseren Wünschen abschneiden sollten, bleiben uns ja immer noch vier weitere Renntage, um das Ergebnis zu korrigieren“, gibt sich die neue Steuerfrau Katharina Golüke kämpferisch.

 
 

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