Emscher-Hammer ist gerüstet

Der Emscher-Hammer ist für die RBL gerüstet. Foto: Konrad Schneid/Schneid Media
Der Emscher-Hammer ist für die RBL gerüstet. Foto: Konrad Schneid/Schneid Media

Start frei für die dritte Saison der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL). Am Samstag legen sich auf dem Main in Frankfurt die Besatzungen von 48 Achtern in die Riemen. Mittendrin im Feld der 16 Erstligisten der Männer ist der Emscher-Hammer, eine starke NRW-Kombination des Rudervereins Emscher Wanne-Eickel mit dem Ruderclub Hamm.

Der Emscher-Hammer war eine der Überraschungsmannschaften der vergangenen RBL-Saison. Nach der ersten Regatta in Frankfurt/Main lag die Achtercrew mit zahlreichen international erfahrenen Athleten zwar nur auf einem Platz im hinteren Mittelfeld, doch dann steigerten sich die Sportler aus Herne und Hamm von Rennen zu Rennen. Zuletzt sicherten sie sich drei Mal in Folge den zweiten Platz und belegten im Endklassement den hervorragenden dritten Rang. Ein Ergebnis, mit dem niemand gerechnet hatte; dementsprechend groß war auch die Freude.

Nach diesem sehr erfreulichen Abschluss konnte es der Emscher-Hammer kaum erwarten, in die Saison 2011 zu starten. Jedoch wurde die Vorfreude arg getrübt als klar wurde, dass ein Teil der Mannschaft für dieses Jahr nicht mehr zur Verfügung stehen würde. Die bewährten Stammkräfte Hauke Skoda, Jan-Willem Heim und Frank Meinhold, sowie beide Steuerleute Jörg Dederding und Therese Siekmann mussten aus beruflichen und privaten Gründen die Ruhrgebietscrew verlassen.

Nach dieser Hiobsbotschaft war die Stimmung erst einmal am Boden. Doch die Mannen um Teamkapitän Jan Müller ließen sich von dieser Negativmeldung nicht unter kriegen und sahen es als Ansporn, sich im Training noch mehr zu steigern. Und dank der Popularität, die der Emscher-Hammer sich im Laufe der vergangenen zwei Jahre erworben hatte, musste man auf Verstärkungen nicht lange warten.

Starke Neuzugänge

Besonders freute sich die Crew über die Nachfrage von Thorsten Engelmann. Engelmann ist Weltmeister im Deutschlandachter und Sieger des Boat Race, dem wohl bekanntesten Achter-Spektakels zwischen den Elite-Universitäten Oxford und Cambridge, das jedes Jahr in Großbritannien mehr als 100.000 Zuschauer an die Themse lockt.

„Ich hatte in der Transferperiode im Winter mehrere Angebote und habe mich für den Emscher Hammer entschieden, weil das Team sehr gut funktioniert und eine echte Einheit darstellt. Der Standort Wanne-Eickel, das Sportkonzept von Trainer Arendt und die hohe Qualität der Mannschaft haben mich überzeugt, in Wanne-Eickel zu unterschreiben“, so Engelmann.

Ein weiterer Hochkarätiger Neuzugang ist Maximilian Bandel. Auch er kann als zweimaliger U23-Vizeweltmeister international Erfolge vorweisen. Ebenfalls neu im Team sind Jan Rupp und Steuerfrau Stefanie Winkelmann. Für beide ist es die erste Saison in der ersten Bundesliga der Männer.

Aufgrund der neuen Zusammensetzung des Emscher Hammers lässt sich für die neue Bundesligasaison aber nur schwer eine Prognose abgeben. Trainer Manfred Arendt ist allerdings zuversichtlich: „Wir haben hier mit dem Rhein-Herne-Kanal ein schönes Trainingsrevier vor der Haustür und mit dem RV Emscher einen sportbegeisterten Verein im Rücken. Aus meiner Sicht kann dieser Achter 2011 einiges erreichen, wenn die Bedingungen stimmen. Ich freue mich, mit dieser Mannschaft in die Saison zu gehen.“

Auch Hernes Ausnahmeruderer Bernd Heidicker, zweimaliger Weltmeister und RVE-Vorstandsmitglied, glaubt an die Mannschaft: „Wir sind stolz auf unseren Emscher Hammer. Dieser erfolgreiche Bundesliga-Achter ist eine Visitenkarte für unsere Stadt und die Region, und alle Herner Sportfans drücken den Jungs die Daumen für die anstehenden Bundesligaetappen. Leistungssport und Herne, das passt gut zusammen.“

Eines ist definitiv sicher: Die Truppe will in der neuen Saison unbedingt ihren ersten Renntag-Sieg einfahren und im Gesamtklassement erneut unter die Top fünf fahren, denn dann hätte der Emscher-Hammer einen Startplatz für das erste Internationalen Event der RBL in Berlin sicher.

 
 

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