Emscher-Hammer geht unter

Obwohl sich die Crew des Emscher-Hammer mächtig in die Riemen legte, reichte es auf der Fulda nur zu Rang 15.
Obwohl sich die Crew des Emscher-Hammer mächtig in die Riemen legte, reichte es auf der Fulda nur zu Rang 15.
Foto: Alexander Pischke

Nachdem der Emscher-Hammer, das gemeinsame Großboot des RV Emscher Wanne-Eickel und des Ruderclub Hamm, vor gut zwei Wochen zum Bergfest auf der Wedau in Duisburg sich noch überraschend einen hervorragenden fünften Platz errudert hatte, ging der heimische Achter am letzten Wochenende förmlich unter. In Kassel belegte die Crew vom Rhein-Herne-Kanal den enttäuschenden 15. Platz.

In der documenta-Stadt fand die vierte und somit vorletzte Etappe der PRODYNA Ruder-Bundesliga (RBL) statt. Vor der Traumkulisse der im Jahre 1711 erbauten Orangerie in der Karlsaue feierte die RBL in Kassel auf der Fulda ihre Premiere. Doch der Emscher-Hammer konnte das Ambiente nicht wirklich genießen, denn plagten ihn arge Personalprobleme.

Doch Dank der Unterstützung der eigenen Vereine und weiterer Mitstreiter konnten die Lücken in der Personalplanung geschlossen werden. Mit vier Ersatzruderern reisten die Mannen aus Hamm und Herne nach Kassel. „Wir konnten vor Kassel nur ein einziges Mal zusammen trainieren, doch lief die Einheit besser als gedacht und unser mulmiges Gefühl vor der Etappe war nicht mehr ganz so groß. Insgeheim hatten wir auf einen Platz im Mittelfeld gehofft, welcher unsere aktuelle Position im Gesamtklassement bestätigt hätte“, so Steuerfrau Stefanie Winkelmann vor dem ersten Start.

Schlechtestes Ergebnisseit Gründung der Mannschaft

Doch die Hoffnung wurde der Mannschaft um Schlagmann Maximilian Bandel relativ schnell genommen. Im Zeitfahren kam der Emscher-Hammer nicht über den 14. Platz hinaus. „Dieses Ergebnis war für uns eine mittelschwere Katastrophe. Hatten wir nach dem Training bei uns in Herne doch gedacht, dass wir Außenseiterchancen hätten“, so Bandel.

Auch die anschließende Fehleranalyse des Zeitfahrens brachte kaum eine Verbesserung. Die Renngemeinschaft konnte sich über die darauf folgenden Rennen nicht weiter steigern. So kam es, dass selbst Gegner, die sonst auf dem gleichen Niveau wie der Emscher-Hammer rudern, diesen deklassierten.

Am Ende des Tages kam die Crew vom Rhein-Herne-Kanal nicht über einen 15. Platz hinaus. Das ist das bisher schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Mannschaft.

„Das war wirklich nicht das, was wir uns erhofft hatten. Wir haben gemerkt, dass wir Stammruderer nicht einfach so ersetzen können. Nach dem guten fünften Platz in Duisburg hatten wir wieder eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein getankt. Diese hat nach dem Wochenende in Kassel nun wieder einen kleinen Knick bekommen. Aber wir werden das Geschehene in der Mannschaft besprechen und uns einen Schlachtplan für die letzte Etappe in Hamburg überlegen, damit wir dort wieder zeigen können, was wir drauf haben“, so Mannschaftskapitän Frank Wustmann.

 
 

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