Emscher-Hammer fordert Champion

Jubeln erwünscht: Die Crew des Emscher-Hammers will in Frankfurt erfolgreich abschneiden.
Jubeln erwünscht: Die Crew des Emscher-Hammers will in Frankfurt erfolgreich abschneiden.
Foto: Alexander Pischke

Die Crew des Emscher-Hammers hat das letzte Jahr noch in Erinnerung, in schlechter allerdings. Auf dem Main in Frankfurt gab es damals für die Renngemeinschaft des RV Emscher Wanne-Eickel mit dem Ruderclub Hamm nicht viel zu holen.

Zum Auftakt der neun Saison in der Ruder-Bundesliga (RBL) messen sich die besten deutschen Club-Achter an diesem Samstag zwischen der Untermainbrücke und dem Holbeinsteg erneut im Sprint über die 350-Meter-Distanz, und für die Männer vom Rhein-Herne-Kanal ist das Ziel klar definiert: Sie wollen deutlich besser abschneiden als 2014, als sie sich in Frankfurt mit Rang zwölf begnügen mussten.

Auf diese Saison hat sich die Besatzung des Emscher-Hammers intensiv vorbereitet. Und auch die beiden Neuzugänge Filip Adamski und Urs Käufer, die nun im Verbund mit Ulf Siemes ein Weltmeister-Trio bilden, tragen zur Zuversicht bei. „Ich bin mir sicher, die Männer werden da einen guten Job machen“, sagt Trainer Gregor Hauffe, ein weiterer Weltmeister, der aber in Frankfurt nicht dabei sein wird. Und das hat gute Gründe: Hauffe kümmert sich aktuell ganz intensiv um den Rudernachwuchs, nämlich um Sohn Joris, den Ehefrau Annina (vormals Ruppel) in dieser Woche zur Welt brachte.

Das Training in den Tagen und Wochen zuvor hat Hauffe vollauf zufriedengestellt: „Alle Bemühungen und Verbesserungen in Bezug auf Technik und Zusammenspiel der Kräfte sind umgesetzt und gefestigt worden. Wir haben eine gute Grundgeschwindigkeit bei einem sehr sauberen Rennschlag. Der Kübel rutscht.“

Das wird in Frankfurt auch erforderlich sein, denn auf der Regattastrecke werden die Wellen der Boote von der Kaimauer zurückgeworfen, so dass es nie richtig ruhiges Wasser geben wird.

Als Favorit auf den Tagessieg gilt die Frankfurter RG Germania, die sich im vergangenen Jahr als Lokalmatador auf dem Main durchsetzte und die Saison auf dem zweiten Tabellenplatz beendete.

Champion, und das bereits zum sechsten Mal, wurde 2014 aber erneut der Crefelder Ruder-Club. Und gleich im ersten Rennen, dem Zeitfahren, trifft der Emscher-Hammer auf den amtierenden Meister. „Ein Vorteil, wie ich finden, denn ich gehe davon aus, dass die Krefelder wieder einen schnellen und schlagkräftigen Achter zuzsammen haben. Da können wir uns dranhängen und für die weiteren Läufe eine gute Ausgansposition erarbeiten“, sagt Gregor Hauffe.

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