Emscher-Hammer erneut abgeschlagen

Der Emscher-Hammer in Rüdersdorf 2013
Der Emscher-Hammer in Rüdersdorf 2013
Foto: frei

Ihr Ehrgeiz ist ungebrochen, doch die Ruderrecken des Emscher-Hammer müssen sich wohl damit abfinden, dass sie in der fünften Saison der Ruder-Bundesliga nicht für Topresultate in Frage kommen. Nach dem enttäuschenden Auftakt mit Rang zwölf in Frankfurt konnte die Crew von RV Emscher Wanne-Eickel und RC Hamm bei der zweiten Regatta im Rüdersdorf (bei Berlin) zwar zwei Plätze gut machen. Zur Spitze aber fehlt noch einiges. Vor allem gemeinsames Training.

Das ahnten die Burschen aus dem Revier schon bei ihrer Anreise. „Eigentlich hatten wir uns geschworen, unser gemeinsames Training zu intensivieren und ein bis zwei Mal die Woche in den Achter zu steigen. Jetzt haben wir es in vier Wochen nur ein einziges Mal geschafft“, erklärte Steuerfrau Stefanie Winkelmann das mulmige Gefühl. Es mischte sich mit der Wut im Bauch, den Eindruck von Frankfurt unbedingt korrigieren zu wollen.

Spiegelglattes Wasser

Bei besten Bedingungen mit Sonnenschein und spiegelglattem Wasser in der Kalksee-Arena legten sich die Emscher-Hammer im Zeitfahren gleich mächtig in die Riemen.Im Gefühl des sicheren Sieges aber ließen sie es auf den letzten Metern etwas schludern und ein paar Zehntel liegen – mit der bösen Konsequenz, dass sie es als zehntschnellster der 16 Achter im Achtelfinale mit starker Konkurrenz zu tun bekamen.

Im Achtelfinale aber werden die Weichen gestellt. Dort entscheidet sich, wer um die Plätze eins bis acht und wer um die Ränge neun bis 16 fährt. In diesem wichtigen Rennen wuchs die Crew um Schlagmann Felix Feldhaus über sich hinaus. Nach einem erbitterten Kampf über die gesamten 350 Meter fuhren drei Boote Bug an Bug ins Ziel, Abstände waren für das bloße Auge nicht wahrnehmbar. Minutenlang mussten die Athleten und 2000 Zuschauer auf das Ergebnis warten, dann kam das aus heimischer Sicht böse Erwachen: Zwei Hundertstel hinter Münster und eine hinter Leverkusen war der Emscher-Hammer abgeläutet worden. Statt um Medaillen ging es in den folgenden Rennen also nur noch um die hinteren Plätze. Doch die Enttäuschung in der Mannschaft hielt sich in Grenzen. „Wir stehen da, wo wir ohne Training nun mal hin gehören“, kommentierte Max Bandel kurz und knapp. Am Ende reichte es zu Platz zehn. „Wir müssen langsam realisieren, dass die Bundesliga immer professioneller wird und wir ohne konsequentes Training nicht mehr um die Medaillen mitfahren können“, fasste Teamkapitän Frank Wustmann zusammen.

 
 

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