Eine Abwehr wie ein Hühnerhaufen

Mit diesem Kopfball hat Enes kaya (r.) keinen Erfolg.
Mit diesem Kopfball hat Enes kaya (r.) keinen Erfolg.
Foto: Haenisch / Funke Foto Services
Westfalia Herne läuft auch gegen Essen immer wieder in Konter und fängt sich sieben Gegentore ein. Dejan Petrovic trifft zweimal.

SC Westfalia Herne -
ETB SW Essen 2:7

Tore: 0:1 (11.) La Monica, 1:1 (15. Petrovic), 1:2 (19.) Avci, 1:3, 1:4 (29./37.) Said, 2:4 (40.) Petrovic, 2:5 (54.) Said, 2:6 (57.) Fakhro, 2:7 (65.) La Monica.

SCW: Carpentier (46. Göbel) - Temme, Rieker, Haar (43. Gumpert), Ayaz (43. Klein) - Streit, Klaas - Kaya, Ferati (54. Mumcu), Kacar (46. Onucka) - Petrovic.

Seinen Plan, gegen die Schwarz-Weißen aus einer defensiven Grundordnung heraus das Konterspiel zu testen, hatte Westfalias Trainer Christian Knappmann nach dem Endspiel des Kirmes-Cups aufgegeben. Sein neuer Plan, wie auch immer er ausgesehen haben mag, ging jedoch gründlich in die Hose. Nach sieben Essener Treffern verfestigt sich der Eindruck, dass die Herner Defensive zwei Wochen vor dem ersten Punktspiel komplett verunsichert ist.

Gewiss, es war nur ein Testspiel. Sicher, es fehlten erneut viele gestandene Spieler, die diesem Team ein ganz anderes Gesicht geben würden. Und klar, den jungen Burschen steckten das Turnierfinale tags zuvor und die morgendliche Trainingseinheit in den Knochen. Und dennoch: Dieses Katastrophen-Ergebnis ist ein ernüchternder Dämpfer für die Aufbruchstimmung, die Trainer Knappmann am Schloss erzeugen will, ja schon erzeugt hat.

Angst vor großen Namen ist den Hernern offenbar fremd. Wie gegen Wuppertal (0:5) oder Marl-Hüls (0:3) spielte der SCW unbekümmert nach vorn, drückte aufs Tempo – und hatte Probleme, nach Ballverlusten hinterher zu kommen. Die Essener Führung glich Dejan Petrovic zwar postwendend aus, aber dann ging es Schlag auf Schlag. Binnen 18 Minuten zog der ETB auf 4:1 davon, weil sich die Herner in ihrem Übereifer einfach zu viele Fehler erlaubten.

Petrovic konnte zwar mit seinem zweiten Tor noch einmal verkürzen, und bei Fatmir Feratis Freistoß verhinderte nur die Latte das 3:4 (45.), ihre Lektion gelernt hatten die Herner aber noch nicht. Auch nach der Pause spielten sie weiter nach vorn und schluckten drei weitere Gegentore, ehe die Gäste zufrieden einen Gang zurück schalteten.

 
 

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