„Do or Die“ auf der Hattinger Asche

Von
Von
Foto: FUNKE Foto Services
Der SV Sodingen muss bei Hedefspor gewinnen, um seine Aufstiegschancen zu bewahren.

„Do or Die“ heißen diese Spiele in den USA, was soviel bedeutet wie: Entweder du gewinnst oder es ist vorbei. „Do or Die“ heißt es für den SV Sodingen am Sonntagnachmittag. Um 15 Uhr wird der Schiedsrichter die Partie Hedefspor Hattingen gegen den SVS anpfeifen, in den folgenden 90 Minuten entscheidet sich, ob die Sodinger noch auf den Aufstieg hoffen können – der wäre mit Platz zwei perfekt.

Dort steht derzeit Hedef mit drei Punkten und sieben Toren vor Sodingen. Die Ausgangslage ist also einfach: „Wir müssen alle drei ausstehenden Spiele gewinnen, um eine Chance zu haben,“ sagt SVS-Trainer Franko Pepe. „Wenn wir nicht verlieren, sind wir zu 99 Prozent durch“, sagt Hedef-Coach Holger Aden.

Der Ex-Profi des VfL Bochum übernahm die Mannschaft im Winter im erweiterten Verfolgerfeld, gewann neun der bisher zwölf gespielten Rückrundenspiele und könnte jetzt unverhofft zum Aufstiegstrainer werden. „Wir haben keinen Druck, wir nehmen es, wie es kommt“, bleibt Aden aber zurückhaltend. Wie wenig Druck er macht zeigt sich daran, dass er bis Freitag noch gar nicht davon wusste, dass auch Platz zwei direkt zum Aufstieg berechtigt.

Offensive Parolen sind auch nicht das Ding von Franko Pepe, auch er hat den Aufstieg von seiner Mannschaft nie eingefordert. dass die Verbandsliga das Ziel des SVS ist, spätestens im nächsten Jahr, ist aber auch kein Geheimnis.

Auch wenn ein Sieg in Hattingen für seine Mannschaft Pflicht ist, „auf Biegen und Brechen“ stürmen will Pepe nicht: „Wir haben gegen Brackel auch nicht mit aller Macht nach vorne gespielt, im Gegenteil. Da haben wir gewonnen. Wir werden wieder unser Spiel spielen.“ Aus diesem Grund habe er auch keinen Späher am vergangenen Sonntag im Einsatz gehabt, als Hedefspor mit 1:0 beim SV Wanne 11 gewann.

Er erwartet auch von den Gastgebern keine großen taktischen Überraschungen anlässlich des Gipfeltreffens. „Ich glaube nicht, dass Hedef sein Spiel groß umstellt, versucht, irgendwie ein Remis durchzubringen. Die Mannschaften sind Zweiter und Dritter, so viel kann nicht falsch gelaufen sein.“ Dementsprechend erwartet er einen offensiv anlaufenden Gegner. Er schätzt Holger Aden richtig ein, der sagt: „Wir spielen nach vorne, wir können gar nicht auf einen Punkt spielen.“

Beim SVS fehlen am Sonntag Max Donay und Tobias Mauroff mit Knieproblemen, Marc Kaulitzky ist gelbgesperrt.

Schafft es der SVS tatsächlich, drei Punkte auf der Hattinger Asche zu holen, trennt die Konkurrenten nur noch das Torverhältnis, bei einem Sieg mit vier Toren Unterschied zöge Sodingen sogar vorbei. Auch ein knapper Sieg würde Sodingens Hoffnungen erhalten, alles andere bedeutet wohl das Aus aller Aufstiegsträume. Do or Die.

EURE FAVORITEN