Die Kapitäne nehmen Kurs aufs Lokalderby

Liga-Auftakt mit dem Derby gegen den DSC Wanne-Eickel: Fatlum Zaskoku (M.), Kapitän des SC Westfalia Herne.
Liga-Auftakt mit dem Derby gegen den DSC Wanne-Eickel: Fatlum Zaskoku (M.), Kapitän des SC Westfalia Herne.
Foto: Thorsten Tillmann
  • Saisonstart in der Fußball-Westfalenliga 2 steht bevor
  • Zum Auftakt empfängt Westfalia Herne den DSC Wanne-Eickel
  • Die Vorfreunde ist bei den Spielführern beider Teams groß

Zum Auftakt in die neue Saison in der Fußball-Westfalenliga 2 steht gleich das Derby der beiden heimischen Teams an. Am kommenden Sonntag (Anstoß 15 Uhr, Stadion am Schloss Strünkede) empfängt der SC Westfalia Herne mit klar ausgegebenem Aufstiegsziel den Lokalrivalen DSC Wanne-Eickel. Wie sehen die beiden Kapitäne dem Spiel entgegen? Fragen an Fatlum Zaskoku, Co-Trainer und Spielführer des SC Westfalia, und an Wanne-Eickels neuen Kapitän Torsten Stondzik. Wobei der Einsatz von Stondzik noch nicht sicher ist. Er hatte sich im Test am Sonntag beim TuS Ennepetal (1:2) am Knie verletzt. Er arbeitet aber täglich daran und ist zuversichtlich, zum Spiel bei der Westfalia fit zu sein.

Fatlum Zaskoku und Torsten Stondzik über

ihre Rolle als Kapitän

Zaskoku:Ich bin ja auch Co-Trainer. Christian Knappmann und ich machen alles in Absprache, wir entscheiden gemeinsam. Wobei klar ist, dass Knappi der Chef ist, aber zwischen uns läuft das reibungslos. In meiner Rolle ist es manchmal nicht einfach, weil ich einerseits Spieler bin, anderes aber auch aus der Distanz als Co-Trainer sehen muss. Aber es klappt.

Stondzik:Ich bin der Vermittler zwischen den Spielern und den Trainern Holger Flossbach und Sebastian Sommer. Beim TSV Marl-Hüls war ich auch schon Kapitän, als Holger dort Trainer war. Auf dem Platz muss ich vorangehen, die Mannschaft pushen und mithelfen, dass wir die taktischen Vorgaben umsetzen, die wir von den Trainern bekommen.

die Mannschaft und die Vorbereitungszeit

Zaskoku: Natürlich ist das Sportliche wichtig, aber wir haben auch geguckt, wer menschlich zu uns passt. Mit der Vorbereitung sind wir durchweg zufrieden, alle haben total gut reingefunden. Auch die jüngeren Spieler. Wir haben jetzt einen Altersdurchschnitt von 22,4 Jahren. Dass wir so viele Spiele in der Vorbereitung hatten, war eine bewusste Entscheidung, weil wir uns auf diese Weise die Fitness holen wollten. Aber wir hatten auch immer genug Zeit zur Regeneration.

Stondzik: Am Anfang war es holprig, wir hatten nicht so gute Ergebnisse, aber dann haben wir uns ständig verbessert. Wir haben ja viele Neuzugänge, anfangs waren Spieler auch im Urlaub und wir haben viel gewechselt. Aber in den Spielen gegen Spvgg. Erkenschwick und TuS Haltern war die Verbesserung klar zu sehen. Unter den neuen Spielern sind viele junge, aber das gehört sich auch so. Das sind alles gute Jungs mit Perspektive.

das Saisonziel

Zaskoku:Den Aufstieg hat Knappi selbstbewusst und klar als Ziel ausgegeben. Wir wissen aber, dass dafür alles passen muss. Wir als Mannschaft und ich als Kapitän schauen von Spiel zu Spiel. Wir haben die Stärke, und den Ansprüchen stellen wir uns auch.

Stondzik:Für mich ist es hier ja meine erste Saison. Ich denke, dass wir den neunten Tabellenplatz der vergangenen Saison toppen wollen, eine einstellige Platzierung soll es auf jeden Fall sein. Ich habe mit dem TSV Marl-Hüls schon in der Westfalenliga gespielt und denke, dass es hier vor allem noch kämpferischer zugeht als in der Oberliga.

den Saisonstart/das Derby am Sonntag

Zaskoku:Ich freu’ mich drauf. Und egal, ob am ersten oder am sechsten oder siebten Spieltag: es ist ein besonderes Spiel. Allerdings: Es ist zwar nicht so, dass man sagen kann, am ersten Spieltag weiß man noch nicht, wo man steht. Doch im ersten Spiel wird es vielleicht noch das ein oder andere Fragezeichen geben. Aber klar ist: Es ist am Sonntag ein Prestigeduell, und die Vorfreude ist groß.

Stondzik:Das erste Spiel ist natürlich wichtig, ich freu’ mich darauf, und in so einem Derby ist man gleich auf Hundertachtzig. Wir haben zwar am Sonntag das Freundschaftsspiel in Ennepetal verloren, und von den Namen her und von Außen betrachtet sieht es so aus, dass die Westfalia im Vorteil ist. Aber in der Liga sind noch keine Punkte verteilt, beide Teams fangen bei Null an. Und Holger Flossbach sagt ja von sich, dass er nicht verlieren kann, nicht mal beim Halma. Er sorgt dafür, dass wir ihm da auch mit Haut und Haaren folgen.

 
 

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