Deutscher Achter mit Rene Stüven rudert auf Platz vier

Nur die „Blechmedaille“ holte der deutsche Achter mit Rene Stüven (3. v.l. im deutschen Boot, Mitte) bei der U23-Weltmeisterschaft in Varese.
Nur die „Blechmedaille“ holte der deutsche Achter mit Rene Stüven (3. v.l. im deutschen Boot, Mitte) bei der U23-Weltmeisterschaft in Varese.
Foto: Detlev Seyb

Es war eine deutliche Leistungssteigerung gegenüber dem vergangenen Jahr, doch am Ende stand Rene Stüven bei der U23-Weltmeisterschaft erneut ohne Medaille da. Mit dem deutschen Achter landete der Ruderer des RV Emscher Wanne-Eickel auf dem undankbaren vierten Platz – im italienischen Varese gewann der hoch favorisierte Titelverteidiger Neuseeland vor Australien und den USA.

Dieser vierte Platz passte ins deutsche Bild. Denn insgesamt fuhr der vor allem im U23-Bereich seit Jahren erfolgsverwöhnte Deutsche Ruderverband gleich achtmal auf den vierten Platz und holte diesmal nur sechs Medaillen (davon zwei goldene) – 21 Rennen sind in diesem Altersbereich ausgeschrieben. „So haben wir uns das natürlich nicht vorgestellt“, sagt Nachwuchs-Bundestrainerin Brigitte Bielig, „auch im Achter haben wir uns mehr erhofft.“ Marcus Schwarzrock, der Cheftrainer des DRV, sagte: „Wir haben uns im Riemenbereich gesteigert. Aber andere waren einfach noch besser.“

Neuseeland war an diesem Tag auf dem Lago di Varese das Maß aller Dinge und fuhr einem Start-Ziel-Sieg entgegen (5:28,82 Minuten), während die Australier (5:30,45 Minuten) auf den letzten 500 Metern noch das Boot aus den USA (5:32,18 ) abfangen konnten. Der Achter um Co-Schlagmann Rene Stüven hatte nach dem zweiten Platz im Vorlauf nicht so wie erhofft ins Rennen gefunden, lag lange Zeit auf dem fünften Rang und konnte sich letztlich noch auf Platz vier steigern. Der Abstand nach vorne war aber dennoch zu groß (5:35,76 Minuten), um nach einer Medaille greifen zu können.

Am Tag zuvor kam Charlotte Siering mit ihrer Essener Partnerin Dorothee Beckendorff im B-Finale des Zweier „ohne“ über den letzten Platz nicht hinaus. Dementsprechend gefrustet ruderte das Duo über die Ziellinie und beschwerte sich beim Schiedsrichter. Anfangs hatte man noch gut im Rennen gelegen, doch dann verfing sich Seegras im Schwert und fortan hatte der Zweier keine Chance mehr.

 
 

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