Das wichtigste Spiel der Saison

Wolfgang Volmer
Auf Torwart Marcel Johns kann der SC Westfalia nicht nur gegen Dornberg bauen. Er verlängerte seinen Vertrag um eine weitere Saison.
Auf Torwart Marcel Johns kann der SC Westfalia nicht nur gegen Dornberg bauen. Er verlängerte seinen Vertrag um eine weitere Saison.
Foto: WAZ FotoPool

Lange, zu lange haben sie sich am Schloss Strünkede in Sicherheit gewähnt. Nach vier Niederlagen in Folge aber ist der SC Westfalia auf den vorletzten Platz abgerutscht, langsam macht sich Abstiegsangst breit. „Für mich ist es das wichtigste Spiel der ganzen Saison“, reißt Trainer Uli Reimann vor der Partie gegen den drei Punkte besseren Tabellen-Fünfzehnten TuS Dornberg (So., 15 Uhr, Abisol-Arena) die letzten Träumer in die harte Realität.

Der Blick auf die Tabelle gibt ihm recht. Zwar haben die Herner die wenigsten Spiele aller Oberligisten ausgetragen, aber Konkurrenten wie Schermbeck, Neuenkirchen oder auch der morgige Gegner haben zuletzt fleißig gepunktet. „Am Sonntag müssen die Punkte in Herne bleiben. Egal wie“, fordert Reimann einen Sieg. „Dann hätten wir mit Dornberg gleichgezogen und könnten wieder etwas entspannter in die Zukunft schauen.“

Die Gäste zählen jedoch nicht zu seinen Lieblingsgegnern. „Bisher haben wir uns gegen Dornberg immer schwer getan“, erinnert Reimann nicht nur ans Hinspiel, als der SCW beim damaligen sieglosen Schlusslicht mit 0:3 unterging: „Das ist eine kampfstarke Mannschaft, die sich mit allen Mitteln gegen eine Niederlage stemmen wird.“ Besonders den pfeilschnellen Rechtsaußen Kambach und Regisseur Kaya hat der SCW-Coach noch in unguter Erinnerung. „Das sind Klasseleute, die wir irgendwie in den Griff kriegen müssen.“

Da Robin Gallus in zwei Spielen von Kambach oft nur die Hacken gesehen hat, sollen morgen Matthias Krantz oder Mustafa Kaya den Flügelflitzer stoppen. Auf der rechten Seite wird Semih Güler verteidigen, weil Trainersohn Tim wegen der Abi-Klausuren nicht trainiert hat. Auch Philipp Kraska war im Prüfungsstress und fehlte im Training, soll aber zumindest eine Halbzeit spielen. Veränderungen plant Reimann auch im Angriff. „Da müssen wir einfach druckvoller werden, um öfter in den Gefahrenbereich zu und auch zum Abschluss zu kommen.“ Weil Samed Sazoglu letztmals gesperrt ist, könnte Rasit Tekin in die Spitze rücken. Mit Onur Özbicerler und Tim Pienak sollen zwei A-Jugendliche als Alternativen für die Offensive auf den Bank sitzen.