Aus Herne in die weite Welt

Wolfgang Volmer
Die Späher des MSV Duisburg wurden in Herne bei Hasan Eker (l.) fündig.
Die Späher des MSV Duisburg wurden in Herne bei Hasan Eker (l.) fündig.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ Fotopool

Trotz des haarscharf verpassten Bundesliga-Aufstiegs der A-Junioren: Die Erfolge der Jugendabteilung des SC Westfalia Herne sprechen für sich. Ihre führende Position im Fußball-Kreis haben die Herner ausgebaut und zählen landesweit hinter den Nachwuchsabteilungen der Profiklubs zur zweiten Garde der Ausbildungsvereine.

Davon profitieren auch Westfalias Senioren. Mit einem Kader, der zu rund zwei Dritteln aus eigenen Nachwuchsspielern besteht, hat die erste Mannschaft sich in der Oberliga Westfalen behauptet.

Welch’ gute Arbeit ein qualifiziertes Trainerteam unter der Ägide des SCW-Jugendvorsitzenden Reinhard Paluch leistet, hat sich auch andernorts längst herumgesprochen. Besonders bei den C-Junioren von Trainer Marcel Schäfers schauen sich die Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten regelmäßig um.

Mehrfach sind sie fündig geworden. Auch jetzt haben zwei Talente aus diesem Team das Interesse von Profivereinen geweckt. Einen, Benjamin Leifeld, verschlägt es sogar ins Ausland. Der Neffe des ehemaligen Bundesligaprofis Uwe Leifeld wechselt zum FC Twente Enschede und erhält einen U-16-Vertrag im Ausbildungszentrum des niederländischen Ehrendivisionisten.

Der Stürmer war erst vor einem Jahr vom FC Schalke 04 nach Herne gekommen, wo ihn Schäfers wieder in die Erfolgsspur brachte. Beide kannten sich von Borussia Dortmund, wo Marvin, der jüngere Leifeld-Bruder, unter Schäfers trainierte. Jetzt wechselt auch Marvin, seit Saisonbeginn für die Herner U13 am Ball, mit ins Twente-Nachwuchszentrum.

Einen weiteren Spieler aus dem Herner U15-Team angelte sich derweil der vom Zwangsabstieg bedrohte MSV Duisburg. Eker wechselte vor zwei Jahren aus Dorsten an die Forellstraße, wo er sich sehr gut entwickelt hat. Sollte der MSV seine Lizenz doch erhalten, könnte Eker in Duisburg einen anderen früheren Schäfers-Schüler treffen: Dustin Bomheuer, 22-jähriger Innenverteidiger, ist allerdings bei Bayer Leverkusen im Gespräch. Auch keine schlechte Adresse.