Abfahrt Richtung Champions League

Filip Adamski und Urs Käufer (links und Mitte) blicken nach Europa. In Hamburg bekommt Steuerfrau Marie Knipfer aber neue Schlagmänner.
Filip Adamski und Urs Käufer (links und Mitte) blicken nach Europa. In Hamburg bekommt Steuerfrau Marie Knipfer aber neue Schlagmänner.
Obwohl der Emscher Hammer nicht in Bestbesetzung zum Ligafinale auf der Hamburger Binnenalster fährt, sollte Platz drei in der Abschlusstabelle nicht in Gefahr geraten.

Nach einer ereignis- und erfolgreichen Saison folgt voraussichtlich kein Finale mit einem großen Knall: Der Emscher Hammer wird beim Ligafinale auf der Hamburger Binnenalster wohl eher austrudeln.

Grund dafür ist die Tabellensituation – das Gemeinschaftsboot aus Hamm und Wanne-Eickel steht ziemlich isoliert auf Platz drei: Weit davor die beiden Meisterschaftskonkurrenten aus Krefeld und Frankfurt, acht Punkte dahinter erst das Team Lombardium Hamburg. „Der Trainingsbetrieb stockte in den vergangenen zwei Wochen etwas“, gibt Hammer-Sprecher Gregor Hauffe zu, „die Situation ist schwierig. Wie motiviert man sich, wenn man nicht mehr ganz nach vorne kommen kann?“

René Stüven rückt ins Boot

Gearbeitet wurde trotzdem, vor allem an der Startschnelligkeit: „Die Strecke in Hamburg ist 270 statt 350 Meter lang. Wo es normalerweise anfängt, weh zu tun, ist man schon im Ziel. Wer besser wegkommt, ist am Ende vorne, man kann einen schlechten Start nicht korrigieren.“

Doch auch mit guten Starts wird der Emscher Hammer die Lücke nach ganz vorne nicht schließen können, denn die Favoriten müssen bis zum letzten Renntag alles geben: Frankfurt liegt einen Punkt vor dem Serienmeister aus Krefeld – da beide bislang zwei Tagessiege vorzuweisen haben, entscheidet sich womöglich erst im letzten Rennen des Tages die Meisterschaft im direkten Duell – was für ein Finale. Auch der Abstiegskampf ist noch spannend.

„Die anderen werden ordentlich in die Tasten gehauen haben“, vermutet Hauffe, auch deshalb rechnet er für sein Boot weniger aus als zuletzt, als man sich noch als Herausforderer von Krefeld und Frankfurt postierte. Zum Finale muss Hauffe umdisponieren: Seine Schlagmänner Urs Käufer und Filip Adamski haben abgesagt, stattdessen sitzen Matthias Borghorst und René Stüven mit im Boot. Stüven gewann bei der U23-WM zuletzt Bronze im Vierer. Das ist zwar nicht die Bestbesetzung, bange muss der Crew aber auch nicht sein, zumal das Polster ja groß ist. Hauffe: „Wir wollen ins vordere Mittelfeld. Da müsste schon alles schief gehen, damit wir noch einen Platz in der Tabelle verlieren.“

Wenn erwartungsgemäß nichts anbrennt, hat der Emscher Hammer als Dritter eine Top-Platzierung sicher – die Qualifikation für die Champions League in Berlin am kommenden Wochenende perfekt.

 
 

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